Teurer Bierstreit

Heineken soll 111 Millionen Euro Schadenersatz zahlen

21.10.2026 – 15:50 UhrLesedauer: 1 Min.

Kühlbox voll mit Heineken-Büchsen: Die griechische Tochterfirma bereitet dem niederländischen Bierriesen juristischen Ärger. (Quelle: watson)

Ein niederländisches Gericht hat Heineken zu 111 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. Der Konzern will das Urteil anfechten.

Dem niederländischen Bierkonzern Heineken droht wegen des Geschäftsgebarens seiner griechischen Tochter eine Schadenersatzzahlung von 111 Millionen Euro. Ein niederländisches Gericht habe der griechischen Konkurrenz-Brauerei Macedonian Thrace Brewery (MTB) die Summe in einem Rechtsstreit mit der griechischen Heineken-Tochter Athenian Brewery zugesprochen, teilte Heineken am Mittwoch mit.

Der Konzern kündigte umgehend Berufung an, da man mit der Urteilsbegründung nicht einverstanden sei. Die Forderung setzt sich aus 43 Millionen Euro Schadenersatz und 68 Millionen Euro an aufgelaufenen Zinsen zusammen. Hintergrund ist das Geschäftsgebaren von Athenian Brewery zwischen 1998 und 2014.

Die griechische Wettbewerbsbehörde hatte die Heineken-Tochter bereits 2015 wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung zu einer Geldstrafe von 31,5 Millionen Euro verurteilt. In dem nun entschiedenen Zivilverfahren kritisierte Heineken, die Forderung des Konkurrenten MTB sei unrealistisch. Das Gericht habe Annahmen über Umsatz, Preisgestaltung und Rentabilität von MTB in einem hypothetischen Szenario getroffen. „Wir glauben nicht, dass der zugesprochene Schadenersatz diese Überlegungen angemessen widerspiegelt“, teilte der Brauereikonzern mit.

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