Carlo Ancelotti ist einer der renommiertesten Trainer Europas und kann auf unzählige Erfolge im europäischen Klubfußball zurückblicken. Nach Stationen bei AC Milan, Juventus Turin, Chelsea, Paris Saint-Germain, Real Madrid, Bayern München und weiteren europäischen Topklubs übernahm der „Signore“ das Amt als Cheftrainer der brasilianischen Nationalmannschaft für die Fußball-WM in Nordamerika.
Somit feiert der Italiener sein Debüt bei der WM 2026. Ancelotti ist bekannt für seine defensive Grundordnung, Gelassenheit und die Fähigkeit, Starspieler einzubinden und zu orchestrieren. Ein Umstand, der trotz der schwankenden Leistungen in der Qualifikation dafür verantwortlich ist, dass die Seleção weiterhin zum Kreis der Favoriten für das Finale bei der Fußballweltmeisterschaft zählt.
Ancelotti lässt Brasilien überwiegend in einem 4-3-3-System spielen, das defensiv kompakt und im Ballbesitz flexibel ist. In diesem System agieren die Außenstürmer breit, um Räume zu schaffen. Ein Sechser hält die Balance, zwei offensive Mittelfeldspieler bringen Kreativität ins Spiel.
Die Abwehr soll gerade in Pressingphasen ruhig bleiben, um Fehler im Aufbau zu vermeiden. Das gelang zuletzt nicht immer. Der Fokus liegt unter Ancelotti weniger auf spektakulärem Offensivfußball als auf effizienter Kontrolle über das Spiel, stabiler Defensive und gezielten Umschaltmomenten.
Brasilien ist das einzige Team, das seit 1930 bei jeder WM-Endrunde dabei war. Die Seleção gewann die WM fünfmal – mehr als jede andere Nation. Seit dem Triumph 2002 gelang jedoch kein erneuter Finaleinzug mehr; bei der WM 2022 scheiterte Brasilien bereits im Viertelfinale.
Seleção bedeutet auf Portugiesisch „Auswahl“ oder „Selektion“. Der Begriff wird auch für andere Nationalmannschaften aus dem portugiesischen Sprachkreis verwendet.
