Zwei Verdächtige festgenommen
Brandsätze auf Baustelle geworfen – LKA vermutet Anschlagsversuch
Aktualisiert am 03.09.2026 – 09:24 UhrLesedauer: 1 Min.
Unbekannte werfen aus einem Auto heraus mehrere Brandsätze auf eine Baustelle. Kurz nach der Tat nimmt die Polizei zwei Verdächtige fest. War es ein Anschlagsversuch?
Auf eine Baustelle des Rüstungsunternehmens Rohde & Schwarz in München sind in der Nacht mehrere Brandsätze geworfen worden. Mindestens einer davon löste ein Feuer aus, das Polizisten löschten. Einen weiteren Brandsatz mussten Spezialkräfte entschärfen.
Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) vermutet nach eigener Aussage hinter der Attacke einen Anschlagsversuch gegen das Unternehmen. Es werde wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt, sagte ein Sprecher des LKA am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.
Die Brandsätze sollen gegen Mitternacht aus einem Auto geworfen worden sein. Größerer Schaden sei nicht entstanden, hieß es. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Nach einer Fahndung wurden eine 28-Jährige und ein 38-Jähriger an einer Tankstelle festgenommen.
Nicht der erste Anschlag auf das Unternehmen
Zuerste berichtete der Bayerische Rundfunk (BR) darüber, dass es sich bei dem betroffenen Unternehmen um den Technologiekonzern Rohde & Schwarz handeln soll. Dieser ist im Bereich Sicherheitstechnik und Kommunikation für Behörden und das Militär tätig. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte demnach einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Sie betonte jedoch, dass das Betriebsgelände selbst nicht betroffen sei.
Der Brandsatz zündete laut dem Bericht im Bereich von Baucontainern vor der Firmenzentrale. Es ist nicht der erste Anschlag im Umfeld von Rohde & Schwarz. Vor fünf Jahren hatten Unbekannte eine Stromleitung angezündet, die offen in einer Baugrube gelegen hatte. In der Folge waren 20.000 Haushalte im Münchner Osten zeitweise ohne Strom.