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Panorama

Bombenzyklon – DWD-Warnungen in rund 260 Kreisen

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Sturm bringt Windstärke 10, Gewitter, Regen

Amtliche Warnungen in mehr als 260 Kreisen


Aktualisiert am 23.10.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die Wetterwarnungen des DWD am Freitag: In Deutschland wird ein Bombenzyklon erwartet. (Quelle: Wetter.com)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Ein Tief zieht vom Atlantik nach Deutschland – und entwickelt sich zu einem sogenannten Bombenzyklon. Der DWD hat bereits in Hunderten Kreisen Wetterwarnungen erlassen.

Der erste Herbststurm des Jahres trifft Deutschland. Ein Tief zieht vom Ärmelkanal in Richtung Deutsche Bucht und erfasst am Freitag das halbe Land. Am Nachmittag nimmt der Sturm Fahrt auf. Am Abend und in der ersten Nachthälfte erreicht er dann seinen Höhepunkt. Besonders zwischen Rheinland und Emsland sind dann schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich – das entspricht Windstärke 10.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat entsprechende Wetterwarnungen erlassen. Die meisten von ihnen gelten von Freitagmittag bis in die Nacht auf Samstag hinein. Am Freitagabend gelten in fast ganz Deutschland amtliche Warnungen (Stand: 19.30 Uhr). Im Landkreis Harz gilt die zweithöchste Warnstufe. Zwischen 12 und 20 Uhr am Freitag treten hier oberhalb einer Höhe von 1.000 Metern orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 105 und 115 Kilometern pro Stunde auf.

  • Sturm in zwei Akten: Amtliche Warnungen fast in ganz Deutschland – Orkan am Sonntag

Wetter in Deutschland: DWD warnt vor schweren Sturmböen

Verbreitet sind starke bis stürmische Böen der Stärke 7 bis 8 zu erwarten – mit 55 bis 75 Kilometern pro Stunde. In Gebirgen ist mit Sturmböen bis zu orkanartigen Böen der Stärke 9 bis 11 mit 80 bis 110 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Im Flachland ist das Gebiet vom Rheinland bis zum Emsland am stärksten betroffen – hier warnt der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde.

Über der freien Nordsee verschärft sich die Lage am Abend: Dort sind schwere Sturmböen der Stärke 10 mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich.

Die Wetterwarnungen des DWD am Freitagabend: Fast ganz Deutschland ist betroffen.Vergrößern des Bildes
Die Wetterwarnungen des DWD am Freitagabend: Fast ganz Deutschland ist betroffen. (Quelle: DWD)
  • Sturm-Wetter: Bombenzyklon trifft Deutschland – Gewitter, Regen und Orkan
  • Harz: Zehn Zentimeter Schnee auf dem Brocken – Wetter in Deutschland

Sturm entwickelt sich zum Bombenzyklon

Der Kerndruck des Tiefs wird dabei so schnell fallen, dass man von einem Bombenzyklon sprechen kann. In der Fachliteratur wird dieses Phänomen als rapide Zyklogenese bezeichnet. Die Definition stammt aus dem Jahr 1980, als die Meteorologen Frederick Sanders und John Gyakum erstmals einen Schwellenwert für solche Systeme festlegten. In ihrer Studie „Synoptic-Dynamic Climatology of the Bomb“ legten sie fest: Als „Bombe“ gilt ein Tief, dessen Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt.
Dieser schnelle Druckabfall entsteht, wenn kalte Luft aus nördlichen Breiten auf warme, feuchte Luftmassen aus dem Süden trifft. Solche Stürme bringen nicht nur starken Regen oder Schnee, sondern oft auch orkanartige Böen und Sturmfluten mit sich.

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