Flugzeug sendet Entführungsalarm

Tippfehler rief wohl Kampfjets auf den Plan


14.10.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Maschine von Corendon Airlines am Flughafen Nürnberg (Archivbild): Das Fehl-Signal rief Kampfjets von drei Nationen auf den Plan. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Kurz nach dem Start sendet ein Passagierflieger ein Entführungssignal – obwohl an Bord alles friedlich ist. Die Polizei hat eine Theorie, wie es dazu gekommen ist.

Ein Tippfehler soll zu dem Entführungsalarm einer Passagiermaschine mit dem Flugziel Nürnberg geführt haben. Die Boeing 737-800 hatte am Dienstag schon kurz nach dem Start den Funkcode für eine Flugzeugentführung gesendet. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte, geschah dies wohl aus Versehen: Der Pilot habe eigentlich einen Funkausfall melden wollen.

Statt dem dafür vorgesehenen Code 7600 sendete der Transponder den Code 7500 – also das Kürzel, das bei Flugzeugentführungen genutzt wird. Wie der Polizeisprecher mitteilte, war dem Piloten der mutmaßliche Eingabefehler zunächst nicht bewusst – ihm sei der Fauxpas erst aufgefallen, als Militärmaschinen neben dem Flugzeug aufstiegen. Der gesendete Code konnte zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr zurückgenommen werden.

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Entführungsalarm: Polizei spricht von „hervorragender Leistung“

Das Flugzeug war auf der griechischen Insel Korfu gestartet. Bereits im kroatischen Luftraum wurde es von Militärflugzeugen begleitet – über Österreich und Deutschland wurde die Maschine an Jets des jeweiligen Militärs übergeben. In Deutschland war am Boden unter anderem das Unterstützungskommando der bayerischen Polizei im Einsatz und andere Spezialisten, die für den Kontakt mit Entführern geschult sind.

Auch wenn es sich um falschen Alarm handelte, lobte der Polizeisprecher gegenüber der dpa den Einsatz der Beamten. Zwischen Notsignal und Landung der Boeing sei den Einsatzkräften weniger als eine Stunde geblieben um zu reagieren. Er erklärte: „Es war schon eine extrem hervorragende Leistung.“

Die Polizei ermittelt nicht gegen den Piloten. Am Flughafen Nürnberg wurden zwischenzeitlich Starts und Landungen ausgesetzt. Auch eine Zufahrtsstraße zum Flughafen war von der Polizei gesperrt worden.

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