Protest von „Gen Z regelt“
Mit Müllcontainern und Bauzäunen: Blockade vor Hochschul-Campus
28.10.2026 – 12:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Müllcontainer und Bauzäune versperren Eingänge zur Hochschule. Rund 50 Menschen beteiligen sich an dem Protest. Der Betrieb auf dem Campus läuft dennoch weiter.
Müllcontainer und Bauzäune vor den Eingängen: Rund 50 Demonstranten haben am Mittwochmorgen (28. Oktober) ein Gebäude der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg blockiert. Die Aktion auf dem Kunst- und Mediencampus Finkenau steht im Zusammenhang mit den für Samstag geplanten bundesweiten Jugendprotesten.
Nach Angaben der Polizei war die Versammlung zunächst nicht angemeldet. Gegen 7.30 Uhr wurde sie gemeldet. Auf Aufnahmen eines dpa-Reporters waren Eingänge zu sehen, die mit Baustellenabsperrungen und Müllcontainern versperrt waren. Am Vormittag dauerte die Aktion noch an.
Der Hochschulbetrieb lief dennoch weiter. Nach Angaben eines HAW-Sprechers wurde weder Mitarbeitenden noch Studierenden der Zugang verwehrt. „Für uns läuft der Betrieb weiter. Es wurden keine Veranstaltungen abgesagt“, sagte er.
Demonstranten fordern 100 Milliarden Euro
Mit Sprechchören und einem Megafon machten die Teilnehmer auf ihre Forderungen aufmerksam. „100 Milliarden für Bildung und Soziales“, riefen sie. Ein Demonstrant skandierte: „Für ein besseres, bezahlbares Leben für alle“ und „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft.“
Auf einem Transparent wurde für die bundesweiten Proteste der Initiative „Gen Z regelt“ am Samstag (31. Oktober) geworben. Eine junge Frau, die die Aktion nach eigenen Angaben mitorganisiert hatte, erklärte, man sei „solidarisch mit allen Studierenden in ganz Europa“.
Die Initiative hat für Samstag zu einem deutschlandweiten Protesttag aufgerufen. Dabei soll es vor allem um Bildung und soziale Gerechtigkeit gehen. Bei ähnlichen Protesten in Frankreich, Spanien, Italien und Albanien war es zuletzt zu Ausschreitungen gekommen.
