Bei der Bremer Straßenbahn wird erneut gestreikt. Am Dienstag und Mittwoch steht der Nahverkehr still.

Die Fahrgäste der Bremer Straßenbahn (BSAG) müssen sich in der kommenden Woche erneut um Alternativen zum Nahverkehr kümmern: Die Gewerkschaft rief am Freitag für den 19. und 20. März zu einem Warnstreik auf.

Verdi warf der BSAG vor, kein vernünftiges Angebot gemacht zu haben. „Stattdessen sollen die Beschäftigten das 10 Millionen Sparprogramm aus ihrer Tasche zahlen“, sagte Gewerkschaftssekretär Franz Hartmann. „Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als weitere Arbeitskampfmaßnahmen zu ergreifen und auszuweiten, um ein deutliches Signal an Arbeitgeber und Stadt zu senden.“

In der Tarifrunde setze sich Verdi gemeinsam mit den Beschäftigten der BSAG „insbesondere für Entlastung und attraktivere Arbeitsbedingungen ein“. Zu den Forderungen zählen unter anderem zusätzliche Urlaubstage, bessere Dienstpläne und eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwei Jahren.

BSAG kritisiert neuerlichen Verdi-Streikaufruf

„In der Zeit von Dienstag, 19. März, circa 3 Uhr morgens, bis Betriebsbeginn am Donnerstag, 21. März, fahren auf unseren Linien weder Busse noch Straßenbahnen. Davon betroffen sind auch die Nachtlinien“, teilte die BSAG am Freitag mit. Die Kooperationspartner, die Fahrten im Auftrag des Unternehmens betreiben, sind nicht betroffen: Auf den Linien 29/52, 57/58, 63, 63S sowie 80/81 sollen deshalb einzelne Fahrten stattfinden.

Die Kundencenter am Hauptbahnhof, an der Domsheide und in Vegesack bleiben während des Streiks geschlossen. Dem „Weser-Kurier“ sagte eine Sprecherin der BSAG, der Streik sei „absolut überzogen“. Die bisherigen Gespräche seien „konstruktiv“ verlaufen.

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