Aktuelle Umfrage

Bizarre Angst hält Deutsche vom Reisen ab


04.06.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Frau am Flughafen: Ängste begleiten viele Reisende. (Quelle: nicoletaionescu)

Reisen scheitert nicht immer an Kosten oder Entfernung. Was eine Umfrage über eine verblüffende Angst vieler Deutscher ans Licht bringt.

Reisen ist nicht für jeden Menschen gleich angenehm. Einige Menschen verbinden sie mit Ängsten, allem voran der Flugangst, die viele davon abhält, in ein weiter entferntes Urlaubsland zu reisen. Doch es gibt auch eine weitere Angst, die Reisende von bestimmten Zielen fernhält – und die um einiges bizarrer ist als andere Ängste.

In einer Umfrage des Reiseportals Omio gab ein Viertel der Befragten an, weniger geneigt zu sein, ein Reiseziel zu besuchen, wenn sie sich bei der Aussprache des Ortsnamens unsicher fühlen. Noch deutlicher wird der Effekt bei der Reiseplanung selbst: 69 Prozent der Teilnehmer erklärten, dass Aussprache-Unsicherheit sie davon abhält, überhaupt nach einem solchen Reiseziel zu suchen.

  • Flightright-Index 2026: Diese Airlines schneiden bei Kunden besonders schlecht ab
  • Freiwillige gesucht: Auf dieser Insel leben Sie kostenlos – unter einer Bedingung

Soziale Angst als Reisebremse

Hinter der Zurückhaltung stecken vor allem soziale Hemmungen. 27 Prozent der Befragten befürchten, unhöflich zu wirken, wenn sie einen Ortsnamen falsch aussprechen. 26 Prozent haben schlicht Angst davor, Fehler zu machen, und 20 Prozent sorgen sich vor peinlichen Situationen.

Die Folgen gehen über das bloße Unbehagen hinaus: Für 16 Prozent wirkt ein Reiseziel dadurch komplizierter oder stressiger. 28 Prozent gaben an, dass die Unsicherheit ihre Auswahl an möglichen Reisezielen insgesamt eingeschränkt hat. Aber nicht alle lassen sich von Sprachschwierigkeiten beeinflussen: 29 Prozent der Befragten erklärten, keinerlei Bedenken zu haben, wenn sie auf schwer auszusprechende Ortsnamen stoßen.

Diese Ortsnamen bereiten Deutschen Schwierigkeiten

Bei manchen internationalen Reisezielen stolpern viele Deutsche bereits beim ersten Lesen. Teotihuacan in Mexiko gilt für 50 Prozent der Befragten als schwer auszusprechen, der Berg Montjuïc in Barcelona für 49 Prozent, Cinque Terre in Italien für 27 Prozent.

Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es Ortsnamen, die Unsicherheit auslösen. Byhleguhre-Byhlen in Brandenburg wird von 64 Prozent der Befragten als schwierig wahrgenommen, Ihlienworth in Niedersachsen von 34 Prozent und Süderlügum in Schleswig-Holstein von 23 Prozent.

Aussprache als Teil der Reisevorbereitung

Viele Reisende möchten ihre Unsicherheit aktiv überwinden: 51 Prozent geben an, die Aussprache eines Ortsnamens vor einer Reise verbessern zu wollen. Das deutet darauf hin, dass richtige Aussprache für viele nicht nur eine Frage der Verständigung ist, sondern auch des Selbstvertrauens.

Wer sich sprachlich unsicher fühlt, kann auf einige einfache Strategien zurückgreifen:

  • Nicht nach deutschen Sprachregeln lesen: Buchstaben klingen je nach Sprache unterschiedlich – etwa „j“ als „y“ oder „c“ als „tsch“.
  • Betonung vor Perfektion: Die richtige Silbenbetonung hilft oft mehr als eine lautlich perfekte Aussprache.
  • Technologie nutzen: Audiofunktionen in Karten-Apps oder KI-Tools können bei der korrekten Aussprache helfen.
  • Fehler akzeptieren: Eine perfekte Aussprache wird selten erwartet – der Versuch zählt.
Share.
Leave A Reply

Exit mobile version