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Gesundheit

Biologisches Alter kann auf Demenzrisiko hinweisen

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Biologisches Alter kann auf Demenzrisiko hinweisen
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Laut Studie

Biologisches Alter kann auf Gesundheitsrisiko hinweisen


13.05.2026 – 15:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das chronologische Alter sagt wenig über den tatsächlichen Zustand des Körpers aus (Symbolbild). (Quelle: Marina Demidiuk/getty-images-bilder)

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Ist der Körper biologisch älter als das tatsächliche Alter, steigt womöglich das Risiko für Demenz deutlich an. Was die Studie verrät.

Wissenschaftler des renommierten King’s College in London haben untersucht, ob das sogenannte biologische Alter mit Demenz zusammenhängt. Das Ergebnis: Menschen, deren Körper schneller altert, als es ihrem Alter in Lebensjahren entsprechen würde, erkranken häufiger und oftmals auch früher an Demenz. Nachzulesen sind die Studienergebnisse im Fachmagazin „Alzheimer’s & Dementia“.

Bluttest zeigt das „wahre“ Alter des Körpers

Das biologische Alter beschreibt, wie stark der Körper bereits gealtert ist. Es kann vom chronologischen Alter, also dem tatsächlichen Lebensalter, abweichen. Manche Menschen gelten biologisch als jünger, andere als älter.

Die Forscher bestimmten dieses biologische Alter mithilfe eines Bluttests. Dabei analysierten sie sogenannte Metabolite. Das sind kleine Moleküle, die beim Stoffwechsel entstehen, etwa wenn der Körper Nahrung in Energie umwandelt. Aus diesen Daten berechneten die Wissenschaftler eine Art „Alterungsuhr“.

  • Ernährung: Speiseplan kann biologisches Alter senken
  • Selbsttest: Ermitteln Sie Ihr biologisches Alter

Für die Studie wertete das Team Daten von mehr als 220.000 Teilnehmern der britischen Gesundheitsdatenbank „UK Biobank“ aus. Knapp 4.000 von ihnen entwickelten im Laufe der Zeit eine Demenz.

Risiko für Demenz steigt deutlich

Dabei stellte sich heraus: Menschen mit einem deutlich höheren biologischen Alter hatten ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Bei der vaskulären Demenz lag das Risiko sogar um 60 Prozent höher. Diese Form der Demenz entsteht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn.

  • Demenz: Drei Faktoren steigern das Risiko besonders stark
  • Frühdemenz: Diese Symptome deuten darauf hin

Gene und biologisches Alter verstärken Risiko

Zusätzlich berücksichtigten die Forscher genetische Faktoren. Besonders bekannt ist dabei das sogenannte APOE4-Gen, welches das Risiko für Alzheimer erhöht, die häufigste Form der Demenzerkrankung. Teilnehmer mit zwei Kopien dieses Gens und einer fortgeschrittenen biologischen Alterung entwickelten laut der Studie bis zu zehnmal häufiger eine Demenz als durchschnittliche Teilnehmer.

Gut zu wissen

Etwa 25 von 100 Menschen tragen eine Kopie des APOE4-Gens, etwa 2 von 100 besitzen zwei Kopien. Unter allen Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, sind etwa 60 Prozent Träger von mindestens einer APOE4-Kopie.

Die beiden Risikofaktoren scheinen dabei unabhängig voneinander zu wirken. Das bedeutet: Sowohl die Gene als auch der biologische Alterungsprozess tragen jeweils auf eigene Weise zum Demenzrisiko bei.

Früherkennung könnte Prävention verbessern

Studienleiter Julian Mutz sieht darin eine Chance für die Zukunft: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Daten zur biologischen Alterung helfen können, Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko zu erkennen, noch bevor erste Symptome auftreten“, erklärt er.

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