Gesundheit sichtbar beeinträchtigt

Verwahrloste Wohnung: Tiere aus Müllbergen gerettet

18.05.2026 – 10:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Hund in der vermüllten Wohnung: Die Halter dürfen keine Tiere mehr beherbergen. (Quelle: Bezirksamt Spandau)

In einer Wohnung in Spandau lebten Dutzende Tiere unter schwer verwahrlosten Bedingungen. Die Halter dürfen künftig keine Wirbeltiere mehr halten.

Das Spandauer Veterinäramt hat eine Vielzahl an Tieren aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. Zu dem Einsatz kam es bereits im April 2026, heißt es in einer Mitteilung.

Die rund 80 Quadratmeter große Wohnung war demnach stark vermüllt. Darin lebten 34 Hunde, 12 Katzen, fünf Ziervögel, ein Kaninchen, eine Bartagame, eine Land- und eine Wasserschildkröte sowie eine größere Anzahl Fische. Viele Tiere hatten laut Bezirk verfilztes Fell, überlange Krallen sowie Augen- und Hautprobleme. Sie lebten den Angaben zufolge „seit Langem unter unhygienischen, nicht artgerechten Bedingungen, die ihre Gesundheit sichtbar beeinträchtigten“, heißt es in der Mitteilung.

Dauerhaftes Verbot für die Halter

Veterinäramt, Ordnungsamt und Polizei rückten gemeinsam an. Die Tiere kamen anschließend auf mehrere Tierheime und Pflegestellen, wurden tierärztlich versorgt und stehen inzwischen zur Vermittlung bereit. Den Haltern sprachen die Behörden ein dauerhaftes Verbot aus, Wirbeltiere zu halten oder zu betreuen.

Bezirksstadträtin Tanja Franzke, zuständig für Jugend, Gesundheit und Ordnung, sagte: „Einsätze wie dieser verlangen allen Beteiligten sowohl emotional als auch körperlich ein hohes Maß an Belastbarkeit ab.“ Tierschutzwidrige Haltungen werde der Bezirk weiterhin konsequent verfolgen.

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