Yad Vashem ist Israels zentraler Ort zum Gedenken an die mehr als sechs Millionen in der Shoah ermordeten Juden. Yad Vashem liegt auf dem Berg der Erinnerung in Jerusalem. „Yad Vashem“ bedeutet „ein Denkmal und ein Name“. Dieser Satz stammt aus Jesaja 56:5: „Und ihnen werde ich in meinem Haus und innerhalb meiner Mauern ein Denkmal und einen Namen (ein „yad vashem“) geben. Am 18. Mai 1953 verabschiedete die Knesset das Yad-Vashem-Gesetz. Das Zentrum wurde 1957 in Betrieb genommen. Zu seinen Aufgaben gehören Gedenken, Dokumentation, Forschung, Veröffentlichung und Bildung.
Im Jahr 1996 begannen Yad Vashem und die Bundesrepublik Deutschland eine Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Antisemitismusbekämpfung und Weiterbildung. Ein wesentliches Instrument dieser Zusammenarbeit ist ein Spenderverein in Deutschland.
Das neue Museum von Yad Vashem wurde am 15. März 2005 in Betrieb genommen. An der Veranstaltung nahm auch der deutsche Außenminister teil. Das Museum wurde von Moshe Safdies entworfen. Gemäß dem Gesetz von 1957 umfasst die Aufgabe von Yad Vashem die Ehrung der „Gerechten unter den Völkern“. Dabei handelt es sich um Nichtjuden, die während der Shoah ihr Leben riskierten, um Juden zu retten.
Am 1. Februar 2012 unterzeichneten der damalige deutsche Außenminister Guido Westerwelle und der damalige israelische Bildungsminister Gideon Sa’ar das deutsch-israelische Regierungsabkommen zur Unterstützung von Yad Vashem. Mit dieser Vereinbarung kann Deutschland die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Dokumentation jüdischen Lebens in Osteuropa und anderen Ländern leisten. Die Vereinbarung erleichtert auch die Ausbildung von Lehrkräften im Bereich der Erinnerung an den Holocaust.
