Kurioser Einsatz in bekanntem Wintersportort
Betrunkener Deutscher klemmt in Mini-Spalt fest
23.11.2025 – 09:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Gruppe von Freunden feiert in Sölden. Alle haben einen lustigen Abend – nur einer ist auf einmal weg. Der junge Mann wird schließlich in misslicher Lage gefunden.
Im österreichischen Wintersportort Sölden ist ein deutscher Ski-Urlauber in einen schmalen Spalt zwischen zwei Wänden geraten und musste aufwendig von der Feuerwehr befreit werden. Seine Freunde hatten sein Fehlen in der Nacht zum Samstag nach dem Feiern bemerkt.
Sie suchten den 20-Jährigen per Handyapp – und fanden den Betrunkenen gegen 3.15 Uhr mehrere Kilometer von seiner Unterkunft entfernt, eingezwängt in eine 30 Zentimeter schmale Lücke zwischen einer Garage und einem Carport am Ortseingang von Sölden.
Der junge Mann rief Berichten zufolge laut um Hilfe: Nur mit Jeans und T-Shirt bekleidet war er bei minus zehn Grad in dem sich nach hinten verjüngenden Spalt gefangen.
„Wieso er da hineingegangen ist, das ist für uns alle ein großes Rätsel“, zitierte der ORF den Feuerwehrkommandanten. Irgendwie habe sich der Deutsche mehrere Meter weit zwischen die Wände gezwängt und sei dann umgefallen. „Er konnte nicht mehr aufstehen, weil er sich verkeilt hatte“, berichtete der Feuerwehrkommandant.
Eine komplizierte Rettungsaktion begann. Zuerst versuchten Feuerwehrleute, den 20-Jährigen von oben zu erreichen. Sie entfernten eine Dachrinne und Bleche, mussten dann aber aufgeben. Als Nächstes schnitten sie ein Loch in die Holzverkleidung des Carports und probierten, den zwischen den Wänden Gefangenen mit einem Seilsystem wieder aufzurichten.
Als auch das misslang, blieb nichts anderes übrig: Ein schmal gebauter Feuerwehrmann musste sich selbst in den Spalt zwängen. Er erreichte den Betrunkenen schließlich, sodass dieser entscheidende Zentimeter in Richtung Außenwelt gezogen werden konnte. Das genügte: Nun konnte sich der junge Mann übereinstimmenden Berichten zufolge selbst wieder aufrichten. Anschließend entkam der 20-Jährige aus Rottenburg am Neckar dem Zwischenraum „mit Unterstützung unseres Kameraden fast selbstständig“, wie der Feuerwehrkommandant sagte.
Die ganze Rettungsaktion dauerte mehr als zwei Stunden. Während dieser Zeit habe seine Freundin dem Eingeklemmten Mut zugesprochen, hieß es. Mit einer leichten Unterkühlung und einigen Schrammen wurde er nach seiner Befreiung ins Krankenhaus gebracht. „Einsätze für Betrunkene kennen wir“, erklärte der Kommandant. Aber so etwas habe er noch nie erlebt. „Das stellt einen denkwürdigen Moment in meiner Feuerwehrkarriere dar.“
