Nach dem Stadtbummel empfiehlt sich eine Einkehr in einer der zahlreichen Winzerstuben der Altstadt. Neben dem lokalen Moselwein gibt es deftige Spezialitäten wie „Scholes“, einen Kartoffel-Auflauf.

Wandern von der Burgruine bis zur „Bernkasteler Schweiz“

Bernkastel-Kues bietet für aktive Besucher gleich mehrere lohnende Wanderrouten – von kurz und knackig bis ausgedehnt. Gerade jetzt, wenn die Weinberge langsam grüner werden, lassen sich die Wege besonders genießen.

Stadtspaziergang zur Burg Landshut (1,9 km, schwer, ca. 1 Stunde): Der Klassiker. Vom mittelalterlichen Marktplatz in Bernkastel führt ein Serpentinen-Pfad durch die Weinberge hinauf zur Burgruine Landshut – die 112 Meter sind sportlich, aber lohnend.

Die Burg Landshut bei Sonnenuntergang in Bernkastel-Kues (Archivfoto): Hier bietet sich ein besonders schöner Ausblick über die Mosel. (Quelle: imageBROKER/Daniel Schoenen/imago)

Oben wartet ein weiter Blick über die Moselschleife sowie ein Restaurant. Historisch interessant: Im Jahr 2012 machten Arbeiter bei Routinearbeiten spektakuläre Funde, die nahelegen, dass in den Mauerresten das vom Geografen von Ravenna überlieferte „Princastellum“ zu sehen ist – möglicherweise die erste Bergbefestigung des Moseltals. Schon die Römer errichteten hier ein Kastell. Der Rückweg führt am Schützenhaus vorbei.

Cusanuswanderweg (3,5 km, leicht, ca. 2,5 Stunden): Ein entspannter Stadtspaziergang, der die Spuren des Theologen und Philosophen Nikolaus von Kues verfolgt – einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 15. Jahrhunderts und großer Sohn der Stadt. Start und Ziel ist das Mosel-Gäste-Zentrum in Bernkastel-Kues. Mit nur rund 41 Metern Aufstieg ist die Route auch für Familien mit Kindern gut geeignet.

Burg-Olymp-Tour (6,9 km, mittel, ca. 2 Stunden 50 Minuten): Schattige Wälder, historische Denkmäler und schmale Pfade hoch geht es entlang über der Moselstadt. Mit 315 Metern Aufstieg fordert die Tour etwas Kondition. Start und Ziel ist die Touristen-Information in der Gestade 6.

Bernkasteler Schweiz (11,1 km, mittel, ca. 3 Stunden 45 Minuten): Die längste und vielleicht unbekannteste der vier Routen führt ins Tiefenbachtal – eine Gegend, die sich selbstironisch „vielleicht die kleinste Schweiz Deutschlands“ nennt. Entsprechend unberührt und idyllisch ist sie. Mit knapp 373 Metern Aufstieg die anspruchsvollste Option für alle, die Stille suchen. Start und Ziel ist das Mosel-Gäste-Zentrum in der Gestade 6.

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