Berliner wurde 75 Jahre alt

Frank Diez ist tot: Er rockte mit Maffay und Lindenberg

04.11.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Frank Diez während eines Peter-Maffay-Konzerts in Koblenz 2009 (Quelle: Alex Magnor-Verfürth, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons)

Er stand drei Jahrzehnte an der Seite von Peter Maffay und spielte mit Legenden der Rockgeschichte. Nun ist der Berliner Musiker Frank Diez gestorben.

Der Gitarrist Frank Diez ist am 1. November 2026 in seiner Heimatstadt Berlin gestorben. Er wurde 75 Jahre alt und erlag kurz vor seinem 76. Geburtstag einer schweren Krankheit. Das geht aus einer Mitteilung auf seiner offiziellen Webseite hervor.

30 Jahre mit Peter Maffay

Diez war Gründungsmitglied der Peter Maffay Band und gehörte ihr von 1974 bis 2004 an. Zunächst als Gitarrist übernahm er später auch Aufgaben als Produzent. Besonders eng ist sein Name mit dem Song „Eiszeit“ verbunden: Das ausgedehnte Gitarrensolo in diesem Stück stammt von ihm. Als Maffay 2024 seine Abschiedstournee bestritt, stand Diez noch einmal als Gast auf der Bühne.

Seine Karriere begann Diez in den 1960er Jahren. Er war Mitglied mehrerer wegweisender Bands der deutschen Rockszene, darunter Atlantis, Frumpy, Karthago, Snowball und Emergency. Auch bei der Gruppe Ihre Kinder wirkte er mit, die damals Klaus Kinski als Sänger hatte. Darüber hinaus sammelte er Erfahrungen mit internationalen Musikern: Er spielte Sessions und Konzerte mit Jimi Hendrix, Chuck Berry und Little Richard. Udo Lindenberg gehörte ebenfalls zu den musikalischen Wegbegleitern des Berliners.

„Das Leben ist keine Generalprobe“

Seine eigentliche Leidenschaft galt dem Blues. Bei einer Aufnahmesession mit Konstantin Wecker lernte er 1986 den britischen Bassisten Colin Hodgkinson kennen. Die beiden gründeten das Electric Blues Duo und spielten gemeinsam über 1.500 Konzerte im In- und Ausland. 2025 zeichnete das Lahnsteiner Bluesfestival Diez mit dem „Blues-Louis“ aus.

Eine Lebenshaltung, die er nach Angaben derselben Quelle von dem britischen Bluesmusiker John Mayall übernommen hatte, fasste er 2006 im Gespräch mit dem Online-Magazin „RockTimes“ so zusammen: „Soundcheck streng verboten. Danke! Wer Musik lebt, braucht keinen Soundcheck. Das Leben ist keine Generalprobe.“

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