Übereinstimmende Berichte

Berlin zieht offenbar Olympia-Bewerbung zurück


Aktualisiert am 23.09.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Olympische Ringe am Haupteingang vor dem Olympiastadion: So bald wird es wohl keine Spiele in der Hauptstadt geben. (Quelle: IMAGO/Achille Abboud)

Am Samstag stimmt der DOSB darüber ab, welcher deutsche Kandidat ins Rennen um die Olympia-Bewerbung geht. Berlin ist wohl nicht mehr dabei.

Berlin will sich wohl nicht weiter für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Das berichten der „Tagesspiegel“ und der RBB übereinstimmend. Die Hauptstadt hatte zunächst große Ambitionen, sich als Gastgeber zu präsentieren, doch die jüngsten Entwicklungen – insbesondere die klare Ablehnung durch die Wahlsiegerin Elif Eralp (Die Linke) und die negative Bewertung durch die DOSB-Evaluierungskommission – haben die Erfolgsaussichten erheblich geschmälert.

Die Beratungen zwischen dem Olympia-Beauftragten Kaweh Niroomand, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und der Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) sind offenbar zu dem Schluss gekommen, dass eine Fortführung der Bewerbung unter den aktuellen Umständen nicht sinnvoll ist.

Politische Widerstände und die schwache Position Berlins im Vergleich zu den anderen beiden deutschen Bewerbern München und „KölnRheinRuhr“ haben offenbar den Ausschlag gegeben. Diese erhielten von Evaluierungskommission unter der Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) deutlich mehr Punkte für ihre Konzepte als die Kampagne Berlin+, die mit Partnern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen angetreten war.

Hamburg war ursprünglich als vierter Kandidat mit im Rennen, zog seine Bewerbung aber bereits nach einem gescheiterten Referendum zurück.

Die finale Abstimmung durch den DOSB, wer beim IOC ins Rennen geschickt wird erfolgt am Samstag im Kurhaus Baden-Baden. Die Entscheidung fällt dann wohl nur noch zwischen München und „KölnRheinRuhr“. 42 olympische Sportverbände sowie das Präsidium und persönliche Mitglieder des DOSB sind zur Wahl aufgerufen. Die Verantwortung liegt dabei bei den Fachverbänden, die jeweils drei Stimmen besitzen und diese im Block abgeben müssen (insgesamt: 126). Jede Person aus dem DOSB-Präsidium (10) und alle anwesenden persönlichen Mitglieder (7) haben jeweils eine Stimme. Für den Sieg ist die absolute Mehrheit der maximal 143 Stimmen nötig.

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