Anders als in Brandenburg

Berlin meldet mehr Badetote in der laufenden Saison

Aktualisiert am 06.08.2026 – 10:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Schlachtensee in Berlin (Archivbild): Der Großteil der Verstorbenen war männlich. (Quelle: IMAGO/Jürgen Held/imago)

In Berliner Gewässern sind in den ersten sieben Monaten mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum ertrunken. Die DLRG warnt vor Leichtsinn beim Baden.

In Berlin sind in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr Menschen in Gewässern ertrunken als im Vorjahreszeitraum – in Brandenburg hat sich die Zahl der Badetoten dagegen halbiert. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kamen in Berlin 13 Menschen ums Leben, in Brandenburg 9.

Die meisten Unglücke ereigneten sich laut DLRG in Seen – in beiden Bundesländern jeweils sieben Fälle. Die überwiegende Mehrheit der Verunglückten war männlich: In Brandenburg waren es nach DLRG-Angaben 8 von 9 Personen, in Berlin 11 von 13. Bei zwei Berliner Fällen war das Geschlecht nicht bekannt.

DLRG: „Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen“

Bundesweit kamen in den ersten sieben Monaten des Jahres laut DLRG mindestens 261 Menschen in Gewässern ums Leben – 15 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Fast 40 Prozent der Fälle entfielen auf den Juni: Mit 101 Toten wurde nach DLRG-Angaben ein Wert erreicht, der zuletzt vor 23 Jahren verzeichnet worden sei.

Im Juli seien bundesweit 59 Menschen ertrunken – sechs mehr als im Vorjahresmonat. In den Wochen nach einer Hitzewelle Ende Juni hatte die Organisation nach eigenen Angaben zunächst weniger Todesfälle registriert.

Bundesweit waren laut DLRG über alle Altersgruppen hinweg rund 85 Prozent der Badetoten männlich. DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärte, leichtsinniges Verhalten – etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – führe besonders häufig zu Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern. Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und begäben sich dadurch unnötig in Lebensgefahr. „Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren“, sagte Vogt.

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