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You are at:Home»Finanzen»Bericht: Bayer will Kündigungen schmackhaft machen
Finanzen

Bericht: Bayer will Kündigungen schmackhaft machen

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Februar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Bericht: Bayer will Kündigungen schmackhaft machen
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Der Chemie-Konzern Bayer will Stellen abbauen und umstrukturieren. Damit ihre Angestellten gehen oder sich weiterbilden, locken sie mit teils beträchtlichen Summen.

Der Bayer-Konzern bietet Angestellten hohe Abfindungen, damit sie früher in den Ruhestand gehen. Entsprechende Dokumente liegen dem „Handelsblatt“ vor. Damit will Bayer den geplanten Stellenabbau und die Umstrukturierung in den Betrieben weltweit voranbringen.

Angestellte könnten laut dem Bericht Abfindungen von bis zu 52,2 Monatsgehältern bekommen. Der Konzern drängt, die Angebote schnell anzunehmen.

Der neue CEO Bill Anderson will das Chemie- und Pharmaunternehmen weltweit umstrukturieren. Hierarchieebenen und Abteilungen sollen gestrichen werden. Ersetzt werden diese durch neue, flexible Teams, die eigenverantwortlich entscheiden. „Dynamic Shared Ownership“ (DSO) nennt Bayer das Projekt.

Bayer muss Tausende Stellen streichen

Das operative Geschäft im Konzern laufe eher schwach, das Unternehmen habe kaum Geld, um die hohe Verschuldung abzubauen, schreibt das „Handelsblatt“. Diese Schulden zu verringern und gleichzeitig Renditen zu steigern, hat sich Anderson als Ziele gesetzt.

Wie viele Stellen gestrichen werden sollen, ist nicht bekannt. Es dürften nach Einschätzungen des Berichts mehrere Tausend weltweit sein – vor allem im mittleren Management. In den USA wurden bereits 40 Prozent der Jobs in dem Bereich eingestampft.

In Deutschland arbeiten 22.000 Menschen für Bayer. Die Zentrale in Leverkusen und weitere Standorte mit Verwaltungsebene könnten davon betroffen sein. Gegenüber dem „Handelsblatt“ wollte sich Bayer nicht zu den Abfindungen äußern. Laut Insidern gebe es zwei Programme für die betroffenen Angestellten.

Konzern hilft bei der Jobsuche

Beschäftigte bis 56 Jahre erhalten das 1,2-Fache des Bruttomonatsgehalts multipliziert mit den Dienstjahren. 84.000 Euro könnten das laut dem „Handelsblatt“ sein für eine Angestellte, die seit zehn Jahren im Unternehmen arbeitet und 7.000 Euro verdient.

Wer das Angebot innerhalb von sechs Monaten annehme und Bayer verlässt, bekomme eine „Sprinterprämie“. Statt dem 1,2-Fachen bekommen diese Personen das 1,5-Fache. Das gelte für alle, die mindestens acht, aber höchstens 35 Jahre dort arbeiteten. Bei 35 Dienstjahren komme man laut „Handelsblatt“ auf die genannten 52,2 Monatsgehälter.

Die Konditionen seien laut dem Betriebsrat „marktkonform“. Außerdem gebe es ein zwölfmonatiges Umschulungsprogramm, um außerhalb des Unternehmens einen neuen Job zu finden.

In einer internen Mitteilung schrieb die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Heike Hausfeld an die Mitarbeitenden laut dem Bericht: „Mit den Aufhebungsverträgen fangen wir die Auswirkungen für betroffene Beschäftigte ab.“ Es werde darin jedoch auch deutlich Druck auf die Betroffenen ausgeübt, diese Möglichkeiten wahrzunehmen.

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