„Bergdoktor“-Star über Familie

Hans Sigl: „Ich habe mich von ihnen verabschiedet“


30.10.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Hans Sigl: Seit 2008 spielt er den Bergdoktor in der gleichnamigen ZDF-Serie. (Quelle: IMAGO / Horst Galuschka)

Mit seiner Patchworkfamilie ist Hans Sigl heute glücklich. Er selbst hat sich einst von seinen eigenen Eltern abgewandt. Was dahintersteckt, erklärt der Schauspieler jetzt.

Als seine Eltern starben, hatte „Bergdoktor“-Star Hans Sigl schon nichts mehr mit ihnen zu tun. Sich von ihnen zu distanzieren hatte der heute 57-Jährige einst als einen notwendigen Schritt für seine eigene Entwicklung angesehen, wie er nun im Gespräch mit dem „Stern“ erklärt hat.

„Ich habe nicht mit ihnen gebrochen, sondern mich von ihnen verabschiedet“, sagte er über die Loslösung von seinen Eltern. Und auch, dass dies in einer Zeit geschehen sei, in der er gemerkt habe: „Ich muss meinen Weg anders gehen und aus diesem System aussteigen.“ Dennoch schaue er heute offenbar positiv auf seine Mutter und seinen Vater zurück. Sigl erklärte: „Wenn ich an sie denke, habe ich ein großes, warmes Gefühl in meinem Herzen.“

„Wichtig ist, nicht im Zorn zu gehen“

Er betonte auch: „Wenn jemandem eine Beziehung nicht guttut, kann und darf man sich davon lösen. Wichtig ist, nicht im Zorn zu gehen, sondern versöhnt sagen zu können: Das ist nicht gut für dich und nicht gut für mich.“ Nehme der andere dies anders wahr, müsse er damit umgehen, dafür könne man selbst nicht die Verantwortung übernehmen, so Sigl. In seinen Augen gelte es, das Bild einer Familie immer wieder zu hinterfragen, von Familienharmonie habe jeder seine eigene Vorstellung.

Hans Sigl ist seit 2008 mit seiner Frau Susanne Sigl verheiratet, sie brachte zwei Söhne mit in die Beziehung. Der Schauspieler hat aus einer vorherigen Beziehung mit Katja Keller einen Sohn und zudem eine Stieftochter. Bei seiner eigenen Patchworkfamilie sei es ihm wichtig, dass alle „möglichst viel Freiheit“ haben, sagte Sigl.

Wenn er weiß, dass seine Familie im Haus ist, dann fühlt sich Sigl „glücklich und aufgehoben“. Er müsse da gar nicht mittendrin sein. „Es reicht manchmal, wenn ich aus einem anderen Zimmer höre, wie sie sich in der Küche unterhalten. Unsere Kinder sind längst erwachsen. Dass sie immer noch gern nach Hause kommen, ist ein schönes Gefühl. Dann ist das die gemeinsame Geborgenheit“, sagte Sigl.

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