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Sport

Bereue es, kein Gras gegessen zu haben

wochentlich.deBy wochentlich.de16 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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England-Coach

„Ich bereue es“ – Tuchel mit skurrilem Gras-Bekenntnis


Aktualisiert am 16.09.2026 – 01:29 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der englische Nationaltrainer Thomas Tuchel bei der WM in Mexiko. (Quelle: Nick Potts/PA Wire/dpa)

Das dramatische WM-Achtelfinale lässt Thomas Tuchel nicht los. Englands Trainer überrascht mit einem kuriosen Bekenntnis.

Englands Trainer Thomas Tuchel bereut es, nach dem spektakulären WM-Sieg seines Teams im Aztekenstadion gegen Mexiko im Juni nicht etwas vom Rasen gegessen zu haben. Das verriet der deutsche Coach nun in der Dokumentation „Reflections: England’s World Cup Journey“ des englischen Fußballverbands FA, die am Mittwoch veröffentlicht wird.

Im Interview mit Daniel Sturridge verriet er, dass er einem Freund nach der Partie geschrieben habe: „Ich bereue es, dass ich nach dem Spiel nicht etwas Gras gegessen habe, damit ich für immer etwas davon in meinem Körper bewahren kann. Ich hatte einfach dieses Bedürfnis. Das war so in diesem Moment.“

Ganz ungewöhnlich ist die Idee nicht: Tennisstar Novak Djokovic hat nach seinen sieben Triumphen in Wimbledon immer wieder ein paar Halme des Rasens auf dem Centre Court gegessen. In der Psychologie ist dieses Bedürfnis als orale Einverleibung bekannt. Momente des sportlichen Triumphes sind mit emotionalen Ausnahmezuständen verbunden. Orale Einverleibung trachtet danach, diesen flüchtigen Moment der Ekstase körperlich festzuhalten. Mit dem Essen des Rasens wird dieses frühkindliche Bedürfnis auf direkte Art und Weise befriedigt.

Tuchel: Höhepunkt des Turniers

Tuchel zeigt sich in der Dokumentation immer noch angetan von dem Turnier. Im legendären Aztekenstadion hatten die „Three Lions“ in einer dramatischen Partie mit 3:2 gegen die Co-Gastgeber aus Mexiko gewonnen. Es war in 90 Spielen in der Arena erst das dritte Mal, dass die Heimmannschaft im Aztekenstadion verloren hat. Das englische Team spielte dabei fast eine Halbzeit lang in Unterzahl und brachte den knappen Vorsprung am Ende gerade noch so über die Zeit.

WM 2026 im Aztekenstadion: Jordan Henderson bricht sich den Arm, seine Mannschaftskollegen bilden sofort einen Schutzwall um ihn herum.Vergrößern des Bildes
WM 2026 im Aztekenstadion: Jordan Henderson bricht sich den Arm, seine Mannschaftskollegen bilden sofort einen Schutzwall um ihn herum. (Quelle: IMAGO/Juancho Torres/imago)

Die Partie sei ein Höhepunkt des Turniers gewesen, sagte Tuchel. „Dieses Spiel hatte so viel von dem, was man sich nur wünschen kann.“ Er machte dabei insbesondere einen Moment aus, der ihn mehr als alles andere bewegte: die schwere Verletzung von Routinier Jordan Henderson, der beim Torjubel über die Bande stürzte und sich den Arm brach. „Innerhalb einer Sekunde waren die Spieler zur Stelle. Jeder einzelne Spieler war da, der Jubel verstummte, sie bildeten einen Wall im ihn, beschützten Jordan und rührten sich nicht von der Stelle – sie waren voller Mitgefühl. Das war etwas ganz Besonderes“, sagt Tuchel.

Im WM-Halbfinale scheiterte England dann mit 1:2 am großen Rivalen Argentinien und wartet deshalb weiter auf den ersten WM-Titel seit 1966. Obwohl Tuchel nach dem verlorenen Halbfinale teilweise harsche Kritik an seiner Taktik abbekam, sitzt er bei der englischen Nationalmannschaft weiterhin auf der Bank. Er ist zuversichtlich, England zu neuen Triumphen führen zu können und will mit den „Three Lions“ bei der Europameisterschaft 2028 den nächsten Angriff auf eine Trophäe nehmen. Der Deutsche schwärmt vom guten Verhältnis zu seiner Mannschaft: „Es fühlt sich an, als wären sie jetzt meine Spieler“, so Tuchel.

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