Große Rabattwende

Diese Autos werden jetzt billiger


01.07.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Preisabstand wächst: Elektroautos kosten nach Abzug von Rabatten im Schnitt 2.000 Euro mehr als Benziner und Diesel. (Quelle: IMAGO/Sabine Gudath)

Erstmals seit einem Jahr werden Verbrenner wieder stärker rabattiert als Elektroautos. Warum die Hersteller ihre Strategie ändern und was das für Käufer bedeutet.

Die Rabattpolitik der Autohersteller hat eine überraschende Wende genommen. Erstmals seit einem Jahr sind Benziner und Diesel wieder stärker rabattiert als Elektroautos. Eine aktuelle Auswertung des Center Automotive Research (CAR) zeigt, wie sich die Preisstrategien der Hersteller verändern.

Demnach lag der durchschnittliche Rabatt auf batterieelektrische Fahrzeuge im Juni bei 17,8 Prozent, während Verbrenner mit 18,4 Prozent Nachlass günstiger angeboten wurden. Für die Analyse verglich das Institut jeweils Dutzende häufig angebotene Modelle beider Antriebsarten. Der durchschnittliche Kaufpreis nach Abzug der Rabatte betrug bei Elektroautos 34.546 Euro und bei Verbrennern 32.549 Euro. Der Preisabstand zwischen beiden Fahrzeugtypen stieg damit gegenüber Mai um 175 Euro auf 1.997 Euro.

Wie die Förderung die Rabattpolitik verändert

Für Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR, ist der Kurswechsel kein Zufall. Die staatliche Förderung von Elektroautos habe die Nachfrage stabilisiert. „Die Förderung entlastet die Hersteller, die weniger auf hohe Nachlässe angewiesen sind“, erklärt Dudenhöffer. Doch er warnt: Steigende Kaufpreise könnten den weiteren Markthochlauf von Elektroautos erschweren, insbesondere nach dem Ende der Förderung.

Ferdinand Dudenhöffer: Der CAR-Direktor sieht die staatliche Förderung als Grund für den Strategiewechsel der Hersteller. (Quelle: Michael Dahlke)

Noch zu Jahresbeginn hatte die Branche Elektroautos aggressiv über Preisnachlässe vermarktet. Im Januar lag der durchschnittliche Rabatt auf batterieelektrische Fahrzeuge bei 19,5 Prozent, nachdem er im Dezember 2024 bei 12,1 Prozent gelegen hatte. Seitdem sind die Nachlässe schrittweise gesunken, während die Rabatte auf Verbrenner kontinuierlich zunahmen.

Plug-in-Hybride bleiben eine teure Wahl

Bei Plug-in-Hybriden ist der Preisabstand zu Verbrennern weiterhin deutlich größer. Die 15 untersuchten Modelle kosteten im Juni nach Rabatten durchschnittlich 45.974 Euro und damit 13.426 Euro mehr als Benziner und Diesel.

Zwar ist der Abstand gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Dennoch bleibt er mehr als sechsmal so hoch wie der Preisunterschied zwischen Elektroautos und Verbrennern. Für viele Verbraucher sind Plug-in-Hybride damit eine kostspielige Wahl.

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