Über zwei Euro pro Liter drohen

Tanken wird markant teurer


11.06.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Preissprung an den Tankstellen: Ab dem 1. Juli erhöht das Ende des Tankrabatts den Spritpreis schlagartig um rund 17 Cent pro Liter. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Undesser)

Am 1. Juli endet der Tankrabatt. Weil gleichzeitig eine Krise den Ölpreis treibt, drohen an den Zapfsäulen Preise von über zwei Euro. Wie hoch die Preise steigen und wann das Tanken am günstigsten ist.

Ab Juli müssen Autofahrer in Deutschland deutlich mehr fürs Tanken bezahlen. Zwei Gründe treiben die Preise nach oben: Zum einen endet der staatliche Tankrabatt, zum anderen verteuert die Krise an der Straße von Hormus das Rohöl. Eine Verlängerung der Steuererleichterung schloss die Bundesregierung aus Kostengründen aus.

Der volle Steuersatz kehrt zurück

Die zweimonatige Senkung der Energiesteuer läuft am 30. Juni aus. Ab dem 1. Juli gilt wieder der reguläre Steuersatz. Zusammen mit der Mehrwertsteuer erhöht das den Preis für Benzin und Diesel rechnerisch um rund 17 Cent pro Liter.

Krise an der Straße von Hormus verteuert den Treibstoff

Gleichzeitig bleibt die Lage an der Straße von Hormus kritisch. Durch diese Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls verschifft. Weil dort Kämpfe drohen, steigt der Preis für die Sorte Brent.

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Im Juni ließ eine vorübergehende Deeskalation die Preise kurzzeitig auf hohem Niveau sinken: Diesel kostete zuletzt im Schnitt 1,89 Euro, Super E10 lag bei 1,91 Euro. Die anhaltende Nervosität am Markt verhindert jedoch weitere Preisrückgänge.

Die Preisprognose für Juli

Marktexperten erwarten ab dem 1. Juli diese Preise:

  • Super E10: 2,08 Euro bis 2,13 Euro (aktuell im Bundesschnitt: 1,906 Euro).
  • Super E5: 2,13 Euro bis 2,18 Euro (aktuell ca. 1,96 Euro).
  • Diesel: 2,06 Euro bis 2,11 Euro (aktuell im Bundesschnitt: 1,888 Euro).

Weil Deutschland fast seinen gesamten Diesel importiert, reagieren seine Preise besonders empfindlich auf Krisen im Nahen Osten.

Hinweis zur Prognose

Die genannten Preise sind Berechnungen auf Basis der aktuellen Marktlage und des anstehenden Steueraufschlags. Unvorhersehbare Entwicklungen an der Straße von Hormus oder plötzliche Marktreaktionen der Ölkonzerne können die tatsächlichen Preise im Juli stark beeinflussen.

Neue 12-Uhr-Regelung nutzen

Autofahrer können beim Tanken sparen, wenn sie die gesetzliche Regelung beachten: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal am Tag anheben – und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen sind dagegen immer erlaubt.

Daten des ADAC zeigen, dass Tanken am späten Vormittag, kurz vor der 12-Uhr-Umstellung, aktuell am günstigsten ist.

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