In die Insolvenz geraten
Nach „DHDL“-Erfolg kämpft eine Hamburger Saftfirma ums Überleben
Aktualisiert am 03.07.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Durch den Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ wurde Kale&Me bundesweit bekannt – und feierte erst große Erfolge. Jetzt steht das Unternehmen jedoch vor einer großen Herausforderung.
Vor etwa zehn Jahren erlangte die Hamburger Firma Kale&Me durch die Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ große Aufmerksamkeit – einen Deal gab es damals nicht, trotzdem startete das Unternehmen daraufhin durch. Inzwischen hat sich die Lage jedoch verändert, Kale&Me steckt offenbar in finanziellen Schwierigkeiten.
Wie aus einer am 30. Juni veröffentlichten Bekanntmachung des Amtsgerichts Hamburg (Aktenzeichen: 67c IN 263/26) hervorgeht, wurde für die Kale & Me GmbH ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Hans-Joachim Berner von der Hamburger Kanzlei Kösterberner. Das bedeutet: Das Unternehmen darf wichtige Entscheidungen und Vermögensverfügungen nur noch mit seiner Zustimmung treffen.
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Die Kanzlei teilt dem „Hamburger Abendblatt“ mit, wie es jetzt weitergeht: „Der Geschäftsbetrieb bei Kale&Me wird ohne Einschränkungen fortgeführt.“ Die Löhne und Gehälter der aktuell zwölf Beschäftigten seien bis Ende August gesichert. Zudem suche man nach Lösungen für die Zukunft: „Neben der Stabilisierung des laufenden Geschäftsbetriebs wird in den kommenden Wochen die Suche nach neuen Investoren vorangetrieben“, schreibt die Kanzlei.
Kale&Me im „tiefgreifenden Restrukturierungsprogramm“
Die Ursachen für die finanzielle Situation erklärt die Kanzlei folgendermaßen: „Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Betriebskosten, die nicht dauerhaft kompensiert werden konnten, befindet sich das Gesundheitsunternehmen seit Längerem in einem tiefgreifenden Restrukturierungsprogramm und hat bereits eigeninitiativ verschiedene Schritte zur Neuausrichtung umgesetzt.“
Dabei sei unter anderem der Umbau vom reinen E-Commerce-Anbieter hin zum Anbieter für den B2B-Markt und das Geschäft mit Handelsketten, Hotellerie und Gastronomie und Sportvereinen vorangetrieben worden. „Zuletzt hatte die spürbare Kaufzurückhaltung im Einzel- und Onlinehandel die wirtschaftliche Situation jedoch nochmals verschärft“, heißt es.
