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Behörde schlägt Zwangsabschaltung von DSL vor

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Behörde schlägt Zwangsabschaltung von DSL vor
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Telekom unter Druck

Behörde schlägt lokale DSL-Abschaltungen vor

Aktualisiert am 19.01.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 3 Min.

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Es gibt längst besseres Internet, doch Millionen Haushalte setzen in Deutschland weiter auf DSL-Verbindungen. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Überall in Deutschland soll künftig Internet im Gigabit-Speed möglich sein, so will es die Politik. Mit DSL-Telefonleitungen schafft man das nicht. Und trotzdem bleibt ihr Marktanteil hoch. Was tun?

Damit das recht langsame Internet über Telefonleitungen – DSL oder VDSL genannt – endlich zum Auslaufmodell wird, setzt die Bundesnetzagentur die Deutsche Telekom unter Druck. Die Regulierungsbehörde stellte ein Konzeptpapier vor, das eine lokale DSL-Abschaltpflicht für den Magenta-Konzern vorsieht.

Dadurch sollen Glasfaser-Kabel, die stabileres und schnelleres Internet ermöglichen als die dünnen Telefonleitungen aus Kupfer, stärker genutzt werden. Dies wiederum würde Investitionen in diese zukunftsträchtige Glasfaser-Technologie belohnen.

Es geht um lokale DSL-Abschaltungen, die auf lange Sicht schrittweise zu einem bundesweiten Abschied von der in die Jahre gekommenen Technologie führen sollen. Die ersten DSL-Abschaltungen in bestimmten Gebieten könnten etwa ab 2030 erfolgen.

In Deutschland werden zwar Milliardenbeträge in den Glasfaser-Ausbau investiert, die tatsächliche Nutzung durch die Menschen ist aber eher verhalten. Das ist für Investoren ein Problem, schließlich verdienen sie mit ihrem Highspeed-Internet weniger Geld als gedacht. Vielen Menschen genügt offenbar ihr alter DSL-Vertrag.

Laut einer Marktstudie des Branchenverbandes VATM hatten zum Jahreswechsel 23 Millionen Haushalte und Unternehmen in Deutschland noch DSL/VDSL-Internet, das waren 0,7 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Ähnlich moderat war der Rückgang in den Vorjahren.

Zugleich stieg die Anzahl der Glasfaser-Kabel, die in der Straße oder bis ins Haus liegen, deutlich stärker. 2025 ging es laut VATM-Studie um 3,7 auf 24,8 Millionen Haushalte hoch. Hierbei kommt circa die Hälfte von der Telekom und die andere von Wettbewerbern, etwa von der Firma Deutsche Glasfaser.

Die Telekom hat angesichts ihrer hohen Glasfaser-Investitionen durchaus ein Eigeninteresse, wenn mehr Kunden von DSL auf Glasfaser wechseln. Allerdings möchte der Bonner Konzern seine langjährigen Kunden nicht verprellen.

Es darf bezweifelt werden, ob frustrierte Kunden, denen die Telekom das DSL abstellt, einen Glasfaser-Vertrag bei der Telekom unterschreiben würden. Gut möglich, dass sie zur Konkurrenz wechseln. Die Telekom möchte selbst entscheiden, wann sie wo den Betrieb von DSL-Leitungen in einer Gegend beendet.

Das Regulierungskonzept der Behörde ist eine Empfehlung an das Bundesdigitalministerium, ein entsprechendes Gesetz zu erarbeiten. Dem Papier zufolge soll in einem Gebiet ein „Migrationsprozess“ von Kupfer auf Glasfaser eingeleitet werden können, in der mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen Glasfaser bis in die Wohnung oder ins Büro liegt.

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