Lebensgefahr in den Alpen

Deutsche lassen Freund in 2.600 Metern Höhe zurück


Aktualisiert am 02.11.2026 – 14:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Einsatz der Bergwacht: Die Retter brauchten mehrere Stunden, um zu dem jungen Deutschen vorzudringen. (Quelle: Bergwacht Mühlbach)

Drei junge Männer brechen zu einer Bergtour auf, obwohl das Wetter ungünstig ist. Einer von ihnen bleibt allein am Berg zurück – schließlich müssen Retter ausrücken.

Ein Deutscher musste am Samstag auf dem Hochkönig in Österreich von der Bergwacht gerettet werden. Seine beiden Begleiter hatten ihn auf etwa 2.600 Metern Höhe allein zurückgelassen und ihren Aufstieg fortgesetzt, wie die Bergrettung Mühlbach mitteilte. Demnach war das Wetter bereits schlecht, als die drei Deutschen am Samstagnachmittag aufbrachen. Eine Wanderin soll die Männer vor dem Aufstieg bei diesen Bedingungen gewarnt haben. Sie hätten die Warnung jedoch ignoriert.

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Als die drei zwischenzeitlich nicht weiterkamen, habe der 20-Jährige den Notruf gewählt. Wegen der Witterung sei ein Hubschraubereinsatz nicht möglich gewesen, teilte die Bergrettung mit. Stattdessen machte sich ein elfköpfiges Rettungsteam zu Fuß auf den Weg. Die zwei Begleiter des 20-Jährigen hätten schließlich ihren Anstieg fortgesetzt – sie fanden im Matrashaus auf einer Höhe von etwa 2.900 Metern Unterschlupf. Der Hochkönig ist 2.941 Meter hoch und gehört zu den Berchtesgadener Alpen.

Aufnahme von der Rettungsaktion: Der Einsatz eines Rettungshubschraubers sei nicht infrage gekommen. (Quelle: Bergwacht Mühlbach)

Notlage in verschneiten Alpen: „Hätte er vermutlich nicht überlebt“

„Bereits der Aufstieg war aufgrund der herrschenden Witterungsbedingungen auch für unsere Einsatzkräfte fordernd“, wird der Einsatzleiter in der Mitteilung zitiert. Die Retter telefonierten durchgängig mit dem 20-Jährigen. Damit er nicht komplett auskühle, wiesen sie ihn an, sich zu bewegen.

Erst kurz nach Mitternacht erreichten die elf Rettungskräfte den jungen Mann. Ein weiterer Kälteeinbruch und einsetzender Schneefall hätten den Einsatz deutlich erschwert. „Eine weitere Nacht dort oben bei Schneefall und unter diesen Bedingungen hätte er vermutlich nicht überlebt“, betonte der Bezirksleiter der Bergwacht. Er mahnte: „Bergsteigen bedeutet auch, rechtzeitig umzukehren. Die Berge laufen nicht davon.“

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