Fachfirma rückt an

Gefährliche Raupen am Fühlinger See entdeckt


08.06.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Eichenprozessionsspinner frisst Löcher in das Blatt einer Eiche (Archivbild): Eine Fachfirma ist im Einsatz. (Quelle: Soeren Stache/dpa/Archivbild/dpa)

Am Fühlinger See warnt die Stadt vor dem Eichenprozessionsspinner. Gleichzeitig zeigt sich: Viele Kölner schlagen wegen der falschen Raupe Alarm.

Am Fühlinger See sind Eichenprozessionsspinner aufgetaucht. Die Stadt Köln hat dort nach eigenen Angaben Warnhinweise aufgestellt. Eine Fachfirma soll den Befall bekämpfen.

Das teilte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage von der Lokalredaktion von t-online in Köln mit. Demnach gibt es in der Stadt in diesem Jahr bislang nur wenige bestätigte Fälle: Die Verwaltung spricht von einer „sehr geringen zweistelligen Zahl“ an Befallsmeldungen durch Bürger und das Ordnungsamt.

Viel häufiger schlagen Kölner offenbar wegen der falschen Raupe Alarm. Der Eichenprozessionsspinner werde oft mit der Gespinstmotte verwechselt. Für 2026 liegen laut der Sprecherin bereits Fehlmeldungen im niedrigen dreistelligen Bereich vor.

Juckreiz, Ausschlag, gereizte Augen

Gespinstmotten umhüllen Sträucher und ganze Bäume mit weißen Netzen: Sie wird oft mit dem Eicheprozessionsspinner verwechselt. (Quelle: IMAGO/imago)

Die Gefahr ist kaum zu sehen: Die winzigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können Juckreiz, Ausschlag, gereizte Augen und Atembeschwerden auslösen. Auch alte Nester bleiben ein Risiko, weil sich darin weiter giftige Härchen befinden können. Wie Sie die Raupen erkennen, sich schützen und was nach Kontakt zu tun ist, lesen Sie hier.

Grundsätzlich könne der Eichenprozessionsspinner überall dort auftreten, wo einheimische Eichen stehen. Wird ein Befall in der Nähe einer Kita oder Schule festgestellt, informiert die Stadt die jeweilige Leitung und beauftragt die Bekämpfung.

Eine abschließende Einschätzung für dieses Jahr gibt es noch nicht. Bislang sei der Befall ähnlich gering wie 2025, so die Sprecherin weiter. Sicherer erkennen lasse sich der Eichenprozessionsspinner erst mit fortschreitendem Larvenstadium, wenn sich die Raupen stärker in ihren Gespinstnestern sammeln.

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