Hoffnung für Millionen Patienten
Neue Parkinsontherapie erreicht letzte Studienphase
22.09.2025 – 14:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein innovativer Therapieansatz soll Parkinson-Erkrankten helfen. Der Pharmakonzern Bayer testet derzeit eine neuartige Zelltherapie und hat damit jetzt die letzte Studienphase erreicht.
Parkinson betrifft weltweit über zehn Millionen Menschen. Die Krankheit zerstört Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Die Folge: Zittern, Muskelsteifheit, verlangsamte Bewegungen. Heilbar ist die Erkrankung bisher nicht, aktuelle Medikamente lindern lediglich die Symptome.
Der Pharmakonzern Bayer verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Mit dem Wirkstoff Bemdaneprocel sollen im Labor gezüchtete Nervenzellen direkt ins Gehirn transplantiert werden. Die Zellen sollen die geschädigten dopaminproduzierenden Nervenzellen ersetzen und so die Krankheitsursache direkt bekämpfen.
Die jetzt gestartete Phase-III-Studie ist die letzte Stufe vor einer möglichen Zulassung. In einer vorangegangenen Studie mit zwölf Betroffenen zeigte die Therapie bereits positive Effekte: Die motorischen Fähigkeiten der Testpersonen verbesserten sich, schwere Nebenwirkungen blieben aus.
Bis Ende 2026 sollen rund 100 weitere Patienten rekrutiert werden. Die Ergebnisse erwartet Bayer frühestens 2028.
Weltweit gibt es 17 Zelltherapien gegen Parkinson in der klinischen Entwicklung. Bayers Therapie ist am weitesten fortgeschritten. Konkurrenz kommt vor allem aus den USA und Japan. Dort forschen Unternehmen und Universitäten an ähnlichen Ansätzen, allerdings noch in früheren Phasen. Zell- und Gentherapien gelten als technologisch komplex und risikoreich.
Sollte Bayer der Durchbruch gelingen, wäre das ein Meilenstein für die Parkinsonforschung.
