Wie schnell Bauchspeicheldrüsenkrebs wächst und sich ausbreitet, hängt hauptsächlich von der Form der Krebserkrankung ab. Die mit Abstand häufigste Tumorform, ein Adenokarzinom, zeigt einen aggressiven Verlauf und streut in der Regel früh – meist in die Leber.
Bei dieser Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die Überlebenschance eher gering. Denn zum Zeitpunkt der Diagnose ist die Erkrankung oft schon so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr heilbar ist.
Zudem kann ein spät diagnostizierter Bauchspeicheldrüsenkrebs auch nach zunächst erfolgreicher Behandlung erneut auftreten – sowohl in der Bauchspeicheldrüse als auch in anderen Körperregionen. Solche Rückfälle bezeichnen Fachleute als Rezidive.
Es gibt aber auch Formen von Bauchspeicheldrüsenkrebs, die weniger aggressiv verlaufen – also längere Zeit nur örtlich begrenzt oder langsam wachsen und spät streuen. Ihre Prognose ist wesentlich günstiger.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Lebenserwartung
Das meist rasche Fortschreiten von Bauchspeicheldrüsenkrebs wirkt sich negativ auf die Lebenserwartung aus: Viele Betroffene erreichen schon nach kurzer Krankheitsdauer ein spätes Tumorstadium und sterben an den Folgen der Erkrankung. Insgesamt sind fünf Jahre nach der Diagnose weniger als fünf Prozent aller betroffenen Männer und Frauen noch am Leben.
Damit hat Bauchspeicheldrüsenkrebs eine niedrigere Überlebensrate als fast alle anderen Krebserkrankungen. Obwohl vergleichsweise selten, zählt er in Deutschland sogar zu den häufigsten Todesursachen.
Doch in vielen Fällen kann eine sachgerechte Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs die Überlebenszeit verlängern. So wirkt sich etwa eine Chemotherapie im Anschluss an eine OP häufig günstig auf den Verlauf der Erkrankung aus. Mitunter werden Pankreaskarzinome sogar früh genug entdeckt, um eine Heilung durch eine OP zu versuchen.
Wichtiger Hinweis
Allerdings verraten statistische Angaben zu Bauchspeicheldrüsenkrebs nichts über die Lebenserwartung einzelner Betroffener. Denn der Gesundheitszustand und der Krankheitsverlauf können individuell sehr unterschiedlich sein.
Übrigens: Anders als bei anderen Krebsarten weist bislang nichts darauf hin, dass irgendeine Untersuchung zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs die Lebenserwartung erhöht. Darum gibt es in Deutschland auch kein entsprechendes Früherkennungsprogramm.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Wie stirbt man?
Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist erst einmal ein Schock. Sowohl Betroffene als auch deren Angehörige haben meist Angst davor, was der Krebs mit sich bringt, und sind verunsichert, was als Nächstes zu tun ist.
Besonders Menschen mit nicht heilbarem Bauchspeicheldrüsenkrebs fragen sich auch oft, wie man stirbt. Viele Betroffene hegen vor allem die Befürchtung, im Endstadium unerträgliche Schmerzen erleiden zu müssen.
