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Bahnverkehr in Niedersachsen „massiv beeinträchtigt“

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Bahnverkehr in Niedersachsen „massiv beeinträchtigt“
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Sechs Tage geht nichts: Nachdem die GDL erneut zum Streik aufgerufen hat, wird mit „massiven Beeinträchtigungen“ auf den Strecken gerechnet.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Beschäftigten der Deutschen Bahn zu einem sechstägigen Streik aufgerufen – davon betroffen sind auch Reisende in Niedersachsen und Bremen. Der Streik im Personenverkehr soll am frühen Mittwochmorgen um 2.00 Uhr beginnen und bis Montag kommender Woche, 18.00 Uhr andauern, teilte die Gewerkschaft in der Nacht zu Montag mit. Der Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen wird nach Angaben der Bahn „massiv beeinträchtigt sein“. Das Unternehmen bemühe sich um einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Nach Angaben der Bahn fahren einzelne Züge von Norddeich Mole nach Hannover, von Osnabrück nach Bremerhaven-Lehe sowie von Braunschweig nach Helmstedt. Im Zweistundentakt gebe es auch Verbindungen von Braunschweig nach Schöppenstedt oder nach Herzberg (Harz), von Nordhausen und Northeim (Han) sowie zwischen Kreiensen und Goslar. Im Stundentakt sollen Busse von Einbeck Mitte nach Göttingen fahren.

Fahren Transdev-Züge? Situation noch unklar

Auf anderen Linien wird voraussichtlich gar kein Zug fahren, wie die Bahn mitteilte. Dazu zähle die Verbindung von Bremerhaven-Lehe nach Hannover, von Braunschweig nach Salzgitter-Lebenstedt. Keine Informationen gebe es zunächst zu den Verbindungen von Cuxhaven nach Hamburg, von Bremen nach Uelzen, von Hannover über Soltau nach Hamburg-Harburg, von Rheine über Osnabrück nach Löhne, von Bünde nach Hildesheim sowie von Hildesheim nach Bodenburg.

Ob sich auch die Beschäftigten des privaten Bahnunternehmens Transdev wieder dem Streik anschließen, war zunächst unklar. Dann würden auch Verbindungen der S-Bahn Hannover und der Nordwestbahn ausfallen.

Die Bahnunternehmen Metronom, Enno und Erixx hatten beim letzten Bahnstreik an ihren Fahrplänen festgehalten. Für die Unternehmen liegt seit Mitte Dezember ein Tarifabschluss vor. Metronom bietet beispielsweise RE-Verbindungen auf den Strecken Bremen – Hamburg, Hannover – Hamburg und Hannover – Göttingen an.

Wiederholte Verhandlungen ohne Erfolg

Die Bahn und die GDL verhandeln seit Anfang November über neue Tarifverträge. Hauptknackpunkt ist die Forderung der GDL nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohn. Dies lehnt die Bahn ab. Erst am Freitag hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Darin ist unter anderem auch eine Option zu einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026 enthalten. Für neue Verhandlungen reichte dies aber offenbar nicht aus.

Der nun angekündigte Arbeitskampf wäre der vierte im laufenden Tarifkonflikt. Vor dem Jahreswechsel legte die GDL bei zwei Warnstreiks große Teile des Personenverkehrs lahm, im Januar folgte dann ein dreitägiger Streik mit ähnlicher Wirkung.

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