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Backhaus über Timmy-Drama: „Bin nicht walsinnig geworden“

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Backhaus über Timmy-Drama: „Bin nicht walsinnig geworden“
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Backhaus zu Timmy-Rettungsversuchen

„Bin nicht walsinnig geworden“

23.05.2026 – 00:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Kadaver von Buckelwal Timmy vor der dänischen Insel Anholt. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

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Ein Wal strandete mehrfach an der Ostseeküste und starb schließlich vor der dänischen Küste. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister weist Kritik an seinem Handeln zurück.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat die Kritik an der gescheiterten Rettungsaktion für einen mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Wal zurückgewiesen. Im Interview mit dem Magazin „Stern“ betonte er, verantwortungsbewusst gehandelt zu haben. Die bevorstehende Landtagswahl im September habe bei seinen Entscheidungen keine Rolle gespielt.

„Nein, ich bin nicht walsinnig geworden“, antwortete er auf eine entsprechende Frage nach seinem Verhalten in den vergangenen Wochen. Dass der Wal schließlich tot an der dänischen Insel Anholt angespült wurde, mache ihn traurig. „Ihn zu retten, war meine große Hoffnung“, sagte er.

  • Blog zum Wal-Drama: Alle aktuellen Meldungen
  • Buckelwal „Timmy“: Warum Wale nach ihrem Tod explodieren können

Den Einwand, der Wal könnte durch die Rettungsaktion länger gelitten haben, ließ Backhaus nicht gelten. „Bei allem Wohlwollen, da habe ich einen anderen Anspruch. Tiere haben für mich eine Bedeutung. Man sollte ihnen helfen, wenn man ihnen helfen kann. Er sollte seine Chance bekommen.“

„Er hatte sein Leben noch vor sich“

Den Wal beschrieb der Minister als junges Tier, das sich verirrt habe. „Was man wissen muss: Er war ein junger Wal, ein Jüngling, der sich verirrt hat. Er hatte Hilfe verdient. Er hatte sein Leben noch vor sich.“

Die Rettungsaktion war trotz anderslautender Empfehlungen von Wissenschaftlern durchgeführt worden. Backhaus sagte, er habe sich dabei auch von zwei Wissenschaftlern beraten lassen, die er als „ausgemachte, absolute Wissenschaftler“ bezeichnete und die nichts mit der Rettungsinitiative zu tun gehabt hätten. Ihre Namen nannte er nicht. „Sie haben mich gebeten, das nicht zu tun. Sie haben Angst vor Drohungen“, erklärte er. „Ernstzunehmende Leute haben gesagt, ich habe es richtig gemacht.“

Den Begriff „skurril“ für die Aktion lehnte Backhaus ab. „Wir haben versucht, ein junges Tier, das lebensfähig ist, in seinen Lebensraum zurückzubringen.“ Zum Abschluss zog er einen Vergleich: „Stellen Sie sich mal vor, die Evolution wäre andersherum verlaufen. Dann hätte der Wal entschieden, ob Sie gerettet werden.“

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