Ostseedrama im Newsblog

Helfer bauen Barriere vor Timmy


Aktualisiert am 24.04.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 4 Min.

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Im Livestream: Timmys Weg in Richtung Freiheit. (Quelle: News5)

Zehn Meter breit, zwei Meter tief: Die Helfer baggern einen Kanal, der Buckelwal Timmy in die Freiheit führen soll. Wie geht es voran? Alle Entwicklungen im Newsblog.

16.52 Uhr: Mehrere Helfer sind bei dem Wal im Wasser. Einer von ihnen hält dabei eine Gießkanne, wie auf Livestreams von der Rettungsaktion zu erkennen ist. Ein Schlauch läuft aus der Gießkanne, scheinbar ins Wasser bei Timmy. Unklar ist, was sich in der Gießkanne befindet.

15.59 Uhr: Der Chef-Taucher der Rettungsaktion, Fred Babbel, gibt ein Update zu der Rettungsaktion. Er erklärt, dass die sogenannten Big Bags am Hafen in Kirchdorf eingetroffen sind. Aktuell werden sie mit Sand befüllt.

Die Bags sollen verhindern, dass Timmy bei steigendem Wasser verschwindet. Babbel erklärt: „Die nutzen wir, damit am Sonntag, wenn Hochwasser kommt, da sollen 50 Zentimeter Wasser dazukommen, der Wal uns nicht entfleucht. Quasi als Barriere. Sonst könnte es passieren, dass der Wal dann noch weiter in flaches Gewässer kommt.“

15.05 Uhr: Walforscher Fabian Ritter fordert, dass der Buckelwal vor Poel zunächst auf seine Transportfähigkeit untersucht wird, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. t-online sagte Ritter: „Wie es dem Wal wirklich geht, ist im Augenblick leider nicht gänzlich klar.“ Die Tiermediziner der privaten Initiative seien genauso wie die Veterinäre von Mecklenburg-Vorpommern in der Pflicht, Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse transparent zu veröffentlichen.

Ein Blutbild, ein Hautabstrich, eine Analyse des Fettgewebes und eine Untersuchung des Blases von Timmy könnten demnach Klarheit über den Zustand des Wals geben. Laut Walforscher wäre es unverantwortlich, eine Rettungsaktion in Angriff zu nehmen, ohne diese Daten zu kennen. Es bestehe die Gefahr, dem „dem Tier bloß unnütze Qualen zuzufügen“.

Im Video | Hier steigt Minister Backhaus Timmy ins Wasser

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Quelle: t-online

13.15 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus tritt vor die Presse. Seit Donnerstag würden zwei Teilkonzepte der privaten Retter vorliegen, sagt er. Der zweite Teil sei um 16.35 Uhr eingegangen, das Ministerium habe dazu um 19 Uhr Rückfragen gestellt.

Diese seien heute um 11.59 Uhr beantwortet worden. Nun prüfe das Ministerium, ob vielleicht schon in den kommenden Stunden das „Go“ gegeben werden könne. Das Tierwohl müsse gesichert sein, dazu müsse Timmy während der geplanten Fahrt mit dem Lastkahn von Experten begleitet werden. Aber beteiligen sich an der Initiative überhaupt echte Fachleute? Das müsse jetzt überprüft werden, sagt Backhaus dazu. Die Zeit dränge. Am Sonntag werde ein Wasserstand erwartet, der es dem Wal ermögliche, wieder von allein loszuschwimmen.

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