Autokrise trifft Norden

Autozulieferer macht Werk mit 320 Beschäftigten dicht


Aktualisiert am 05.10.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Breyden-Werk Ueckermünde (Archivbild): Die Gießerei schließt Ende des Jahres. (Quelle: IMAGO/Andy Bünning/imago)

Die Krise im Autobau reißt nicht ab. Jetzt trifft es ein Werk des Zulieferers Breyden im Norden. Doch es besteht Hoffnung für die Beschäftigten.

Die schwere Krise im deutschen Autobau trifft auch die Zulieferindustrie. Der Bremsenspezialist Breyden schließt seine Gießerei in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. Betroffen sind 320 Beschäftigte.

Steigende Energiepreise und hohe Personalkosten machen dem Zulieferer nach eigenen Angaben zu schaffen. „Eine rückläufige Marktentwicklung und eine nicht ausreichende Auslastung führen dazu, dass die bestehenden Kostenstrukturen am Standort nicht mehr nachhaltig getragen werden können“, teilte das Unternehmen mit.

Der Absatzrückgang der deutschen Autobauer hat auch Folgen für die Zulieferer im Land. Erst in der Vorwoche hatte der insolvente Maschinenbauer Paul Köster angekündigt, rund hundert der dreihundert Stellen zu streichen.

Nun ist das Werk von Breyden in Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Allerdings erscheint die Lage für die Mitarbeiter nicht aussichtslos. Die Silbitz Group, zu der die Eisengießerei im 15 Kilometer entfernten Torgelow gehört, teilte mit, dass sie qualifiziertes Personal suche. Sie werde versuchen, Mitarbeiter der Eisengießerei Ueckermünde zu übernehmen. Eine Silbitz-Sprecherin sagte, der Standort Torgelow verfüge über Aufträge bis 2030. Nach ihren Worten werden dort unter anderem Motorblöcke für KI-Datenzentren sowie Dieselmotoren für Schiffe gebaut.

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