„Völlig falsch“
Insolvenz? Autobauer dementiert Berichte
14.07.2026 – 21:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Medienbericht über eine drohende Insolvenz ließ die Lucid-Aktie um mehr als 50 Prozent abstürzen. Nun wehrt sich der Elektroautobauer gegen die Behauptungen.
Der US-Elektroautobauer Lucid hat einen Medienbericht über einen möglichen Rückzug von der Börse oder eine Insolvenz zurückgewiesen. Die Behauptungen seien „völlig falsch“, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Zuvor waren die Lucid-Aktien an der Wall Street um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen teilte mit, es verfüge über ausreichend Liquidität, um den Betrieb bis weit in das kommende Jahr hinein zu finanzieren. Es sei kein Sonderausschuss gebildet worden, um die in dem Bericht genannten Szenarien zu prüfen.
Der Blog Eletric-Vehicles.com hatte berichtet, dass der Restrukturierungsberater AlixPartners dem Lucid-Verwaltungsrat Vorschläge vorlegen solle. Zu den erwogenen Szenarien zählten ein Rückzug von der Börse und ein Antrag auf Gläubigerschutz nach US-Insolvenzrecht (Chapter 11). Lucid betonte, AlixPartners unterstütze das Unternehmen bei der Verbesserung der Betriebsabläufe und empfehle keine Insolvenz.
Die Lucid-Aktie fiel nach dem Blog-Bericht um 57 Prozent auf 2,37 Dollar. Wegen starker Kursschwankungen wurde der Handel mehrmals ausgesetzt. Seit dem Börsengang vor knapp fünf Jahren hat das Papier rund 99 Prozent seines Wertes verloren, da der Konzern bislang keine Gewinne erzielt. Unter dem seit Juni amtierenden Chef Silvio Napoli durchläuft Lucid eine umfassende Restrukturierung. Der Autobauer hatte angekündigt, rund 18 Prozent der Stellen in den USA zu streichen und die Führungsebene zu verschlanken, um die Kosten zu senken.
