Kampfjet aufgestiegen
Bombendrohung: Austrian-Airlines-Flug landet außerplanmäßig
19.10.2026 – 01:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Drohung zwingt eine Linienmaschine zu einer Notmaßnahme. An Bord befinden sich 57 Menschen, und Bulgarien schickt Militär in die Luft.
Ein Austrian-Airlines-Flug auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien hat wegen einer Bombendrohung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia notlanden müssen. An Bord befanden sich 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, wie die Fluggesellschaft der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Nach der Landung wurden die Passagiere in Sicherheit gebracht und das Flugzeug durchsucht.
Das bulgarische Verkehrsministerium gab den Vorfall am Sonntag bekannt und erklärte, die Besatzung habe sich für eine Landung in Sofia entschieden. Die bulgarische Luftwaffe schickte einen Kampfjet vom Typ MiG-29 los, um die Linienmaschine zu begleiten. Flugdaten der Plattform Flightradar24 zeigen, dass das Flugzeug gegen 21.10 Uhr in den rumänischen Luftraum eingetreten war, bevor es nach Süden abdrehte und Kurs auf Bulgarien nahm. Zur selben Zeit gab die Maschine laut der Flugdatenplattform ADS-B Exchange ein Notsignal ab.
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Das bulgarische Verkehrsministerium richtete einen Krisenstab ein; die zuständigen Behörden leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein. Zuvor hatte die israelische Zeitung „Haaretz“ von einer anonymen Meldung über einen verdächtigen Gegenstand an Bord berichtet.
Deutsche Kampfjets steigen bei weiterem Zwischenfall auf
Ein Airbus von British Airways, der am Samstag auf dem Weg von Zypern nach London-Heathrow unterwegs war, verlor kurz vor dem Einflug in den deutschen Luftraum den Funkkontakt zur Flugsicherung. Daraufhin stiegen zwei deutsche Eurofighter Typhoon auf, um die Maschine abzufangen. Der Funkkontakt konnte kurz darauf wiederhergestellt werden, und das Flugzeug setzte seinen Flug nach London fort und landete dort sicher, ohne dass es zu weiteren Zwischenfällen kam.
Ein Zuhörer auf der Notfrequenz (Guard) berichtete, die Kampfjetpiloten hätten das Cockpit des A321-200N in Augenschein genommen und die Maschine rund 15 Minuten lang begleitet, bevor sie zu ihrem Stützpunkt zurückkehrten.
Anfang vergangener Woche hatte ein Linienflugzeug von der griechischen Insel Korfu versehentlich den Code 7500 gesendet, der auf eine Entführung hinweist. Zudem war der Pilot zeitweise über Funk nicht erreichbar. Zwei Bundeswehr-Kampfflugzeuge begleiteten die Maschine daraufhin vorsorglich bis zum Flughafen Nürnberg. Eine Überprüfung nach der sicheren Landung ergab laut Polizei keine Gefahr.
