Ausflugstipp
Bilderbuch-Altstadt im Taunus: Was Idstein so besonders macht
Aktualisiert am 31.05.2026 – 02:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Fachwerkhäuser und enge Gassen machen Idstein zur Bilderbuch-Altstadt im Taunus. Dazu kommen ein schiefer Blickfang und ein Turm mit legendärem Ruf.
Nur rund 40 Minuten von Frankfurt entfernt liegt Idstein im Taunus. Vielen Besuchern erscheint die Stadt wie aus dem Bilderbuch: Kopfsteinpflaster und enge Gassen durchziehen die Altstadt, mehr als 200 Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Wer einen kurzen, aber eindrucksvollen Ausflug sucht, wird hier fündig.
Die Idsteiner Altstadt liegt auf einem Höhenrücken zwischen Wolfsbach und Wörsbach. Große Teile des historischen Stadtgebiets stehen unter Denkmalschutz. Weil Idstein im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde, sind viele der teils mehrere Hundert Jahre alten Häuser bis heute gut erhalten.
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Rund um den König-Adolf-Platz reihen sich beeindruckende Bauwerke aneinander. Das Rathaus aus dem Jahr 1698 zieht dabei besonders die Blicke auf sich – es wurde spektakulär über einem Torbogen errichtet. Direkt daneben fällt das sogenannte „Schiefe Haus“ mit seiner markanten blauen Fassade ins Auge. Nur wenige Schritte weiter steht das reich verzierte Killingerhaus von 1615, das als eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser Deutschlands gilt.
Wer durch die Obergasse schlendert, entdeckt immer neue Details: geschnitzte Balken, bemalte Fassaden, kleine Innenhöfe. Kein Wunder, dass Idstein als beliebter Ort für Social-Media-Schnappschüsse gilt.
Turm mit Geschichte
Über allem ragt der Hexenturm. Der 42 Meter hohe Bergfried ist das älteste Bauwerk der Stadt. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Name ist allerdings leicht irreführend, denn: Es gibt bislang noch keine Belege dafür, dass während der Hexenverfolgung verfolgte Frauen hier eingesperrt wurden.
Wer die 165 Stufen auf sich nimmt, den erwartet oben angekommen eine lohnende Aussicht: Über die roten Dächer der Altstadt hinweg reicht die Sicht bis in den Taunus und in den Goldenen Grund – eine Talsenke, in der die Farben der Felder oder des Herbstlaubs förmlich strahlen.
Direkt daneben liegt das Residenzschloss. Die Fundamente gehen auf eine mittelalterliche Burgfestung zurück; im 17. Jahrhundert wurde die ganze Anlage im Renaissance-Stil umgebaut. Das Gebäude steht recht eindrucksvoll auf einem Felsmassiv zwischen den beiden Stadtbächen. Heute ist hier ein Gymnasium untergebracht, Führungen sind möglich.
