„Schmerzen einfach zu groß“
WM-Aus für deutsches Leichtathletik-Ass
20.09.2025 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Es ist nicht die Saison von Till Steinforth. Der deutsche Zehnkämpfer muss die Leichtathletik-Weltmeisterschaft schon wieder verlassen.
Bevor die Leichtathletik-Weltmeisterschaft für den deutschen Zehnkämpfer Till Steinforth so richtig angefangen hat, ist sie schon wieder beendet: Der 23-Jährige musste seinen Wettkampf bereits nach drei Disziplinen abbrechen, da er an Leistenproblemen leidet.
„Nach Rücksprache mit dem Trainer-Team, den Medizinern und meiner Familie muss ich schweren Herzens den WM-Zehnkampf vorzeitig beenden“, erklärte Steinforth.
Der Athlet hatte sich bereits im Sommer einer Leistenoperation unterzogen und konnte sich danach nicht optimal auf die WM vorbereiten. Dennoch habe er im Vorfeld eine positive Entwicklung gespürt. Steinforth sagte, es sei ihm „von Tag zu Tag besser“ gegangen, die Schmerzen seien weniger geworden. Im Trainingslager vor der WM habe er sich „richtig gut gefühlt“.
Im Wettkampf habe er aber feststellen müssen, dass die „Schmerzen einfach zu groß“ seien. Nach dem 100-Meter-Auftakt, dem Weitsprung und dem Kugelstoßen belegte er mit 2.367 Punkten Platz 22 und blieb dabei unter seinen Möglichkeiten.
Während für Steinforth die WM beendet ist, unterstrich der Olympia-Zweite Leo Neugebauer in Abwesenheit eines weiteren Konkurrenten seine Medaillenambitionen. Nach den ersten drei Disziplinen belegt der 25-Jährige den insgesamt zweiten Platz. Im Kugelstoßen erreichte Neugebauer mit 16,70 Metern die insgesamt zweitbeste Weite. Zuvor hatte er im Weitsprung nach einem Fehlversuch kurz zittern müssen.
Mit 2.765 Zählern hat er 162 Punkte Rückstand auf den führenden Amerikaner Kyle Garland. „Ich bin gesund, mir geht es gut, geiler Kugel-Wettkampf. Ich habe Bock“, sagte Neugebauer. Mit 2.736 Punkten ist der Schweizer Simon Ehammer Dritter.
Ex-Weltmeister Niklas Kaul, der seine Stärken am zweiten Tag hat, schlägt sich ebenfalls vielversprechend. Nach einem durchwachsenen 100-Meter-Start musste sich der 27-Jährige hinten einreihen und arbeitete sich in den zwei folgenden Disziplinen mit 2.414 Punkten auf Platz 19 vor. „In den ersten drei Disziplinen verliert man den Zehnkampf nicht. Das ist die Frage, wie man dann weitermacht“, sagte Kaul im ZDF. „Es fehlt überall dieses kleine Bisschen.“
Nicht an den Start ging Vize-Weltmeister und Tokio-Olympiasieger Damian Warner aus Kanada. Er musste nach eigenen Angaben das Abschlusstraining wegen Achillessehnenproblemen abbrechen. Im Vorfeld hatte schon Olympiasieger Markus Rooth aus Norwegen absagen müssen. Der 23-Jährige hatte sich bei einem Trainingsunfall verletzt.
