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Finanzen

Augsburger ADV-Druck- und Verlagshaus schließt für immer

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Augsburger ADV-Druck- und Verlagshaus schließt für immer
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Aus nach 175 Jahren

Bayerischer Traditionsbetrieb schließt für immer


Aktualisiert am 01.06.2026 – 11:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Kugelschreiber liegt auf einem Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (Symbolbild). (Quelle: Jonas Walzberg/dpa)

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Nach 175 Jahren endet eine Augsburger Drucktradition: Das ADV-Druck- und Verlagshaus schließt. Trotz Gesprächen fand sich kein Investor für das Unternehmen.

Das ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus hat nach einer erfolglosen Investorensuche die Schließung des Unternehmens beschlossen. Die Produktion soll noch bis Ende August 2026 fortgeführt werden, damit bestehende Kundenaufträge abgearbeitet werden können. Danach stellt der Augsburger Traditionsbetrieb seinen Betrieb ein. Rund 100 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

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Quelle: t-online

Das Amtsgericht Augsburg hatte Ende März Rechtsanwalt Georg Jakob Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ende Mai eröffnete das Gericht das Verfahren und setzte Stemshorn als Insolvenzverwalter ein. Bis dahin lief der Geschäftsbetrieb weiter.

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Zu Beginn des Verfahrens sagte Stemshorn: „In den vergangenen Jahren sah sich die Branche erheblichen strukturellen Veränderungen ausgesetzt. Ein intensiver Preiswettbewerb sowie gestiegene Kosten für Energie, Papier und Logistik haben die wirtschaftliche Entwicklung belastet.“ Nachdem eine Finanzierung geplatzt sei, habe Geld gefehlt. „Der Insolvenzantrag war daher unumgänglich“, so der Insolvenzverwalter.

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Quelle: t-online

Investorensuche bleibt ohne Ergebnis

Nun erklärte Stemshorn, er habe „in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt und verschiedene Fortführungsszenarien geprüft“. Das wirtschaftliche Umfeld sei jedoch schwierig, viele Investoren agierten zurückhaltend. „Leider konnten wir trotz aller Bemühungen keine Lösung erzielen, was wir sehr bedauern“, sagte der Insolvenzverwalter.

Die Mitarbeiter wurden in einer Versammlung über die Entscheidung informiert. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurden ein Sozialplan und ein Interessenausgleich vereinbart. Die Gehälter der Beschäftigten sind noch bis Juni über das Insolvenzgeld abgesichert.

Das 175-jährige Unternehmen aus Bayern ist auf Kataloge, Magazine, Mailings und Werbesendungen spezialisiert. Geschäftsführer Alexander Hetzger sprach von herausfordernden Jahren für die gesamte Branche. „Der Markt für Druckerzeugnisse verzeichnet seit Längerem kontinuierliche Rückgänge“, sagte er. Zugleich dankte er den Beschäftigten für ihren Einsatz: „Die Nachricht ist für uns alle sehr bedauerlich. Mein persönlicher Dank gilt insbesondere unserer Belegschaft, die das Unternehmen über viele Jahre mit großem Engagement begleitet hat. Gemeinsam werden wir nun die verbleibenden Aufträge zuverlässig abwickeln.“

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