„Komm hierher, wir lieben dich“
Ikkimels ZDF-Auftritt wird in den USA gefeiert
Aktualisiert am 13.07.2026 – 18:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Ikkimels provokanter Auftritt im ZDF-„Morgenmagazin“ sorgte für geteilte Meinungen. In den USA, wo eine Rapperin ihn auf TikTok verbreitete, stößt er hingegen auf ein begeistertes Publikum.
Früh am Morgen, kurz nach halb neun, stand Ikkimel in der sogenannten WM-Arena des ZDF-„Morgenmagazins“ und rappte Zeilen wie „Fußballmänner, alles Penner. Bierbauch, Bratwurst, leckerschmecker“. Viele Zuschauer im Studio blieben dabei regungslos, andere zeigten sich irritiert. In den sozialen Medien löste der Auftritt der Berliner Rapperin, die bürgerlich Melina Gaby Strauß heißt, ein geteiltes Echo aus.
Nun wurden auch die Amerikaner auf die Performance von Ikkimel aufmerksam. Die US-Rapperin Doechii, die in den USA vor allem durch den Ohrwurm „Anxiety“ bekannt und 2025 als beste Hip-Hop-Künstlerin ausgezeichnet wurde, teilte einen Zusammenschnitt des Auftritts auf ihrem TikTok-Kanal, dem mehr als sechs Millionen Menschen folgen.
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Nutzer in den USA reagierten auf den Clip mit Begeisterung, auch wenn der Song auf Deutsch ist. „Mädel, komm hierher, wir lieben dich“, schrieb zum Beispiel ein User auf Englisch. Andere kommentierten die Reaktion des Studiopublikums mit Sätzen wie „Warum tanzt niemand?“ oder „Die Zuschauer verstehen sie nicht, aber ich schon“.
„Das ist Provokation und Kunst“
Ikkimel war im „Morgenmagazin“ von den Moderatoren Andreas Wunn und Philip Wortmann mit einer Einordnung anmoderiert worden. Die einen würden sie als Feministin feiern, erklärte Wortmann, andere würden ihr „teilweise vulgären Männerhass“ unterstellen. Nach der Performance wandte sich Wunn direkt an die männliche Zuschauerschaft: „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein. Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Gen-Z.“
Ihre provokanten, sexualisierten und tabubrechenden Deutschrap-Texte machten Ikkimel bekannt. Der Durchbruch gelang ihr 2023, nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Aszendent Bitch“. Ihre Single „Keta und Krawall“ stieg in die deutschen Charts ein und brachte sie schlagartig in die öffentliche Diskussion.
