„Das sind Bilder, die haften bleiben“

Audi-Fahrer stirbt auf der Autobahn – A1 gesperrt


Aktualisiert am 19.10.2025 – 10:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Unfallstelle auf der A1: Ersthelfer versuchten noch, den Fahrer eines Audis zu retten. (Quelle: Jörn Hüneke/dpa)

Nachts auf der A1: Drei Autofahrer sind unterwegs Richtung Osnabrück. Einer ist kurz unaufmerksam – im nächsten Augenblick stirbt ein Mensch.

Bei einem schweren Autounfall auf der A1 ist ein 40 Jahre alter Audi-Fahrer ums Leben gekommen. Seine 39 Jahre alte Beifahrerin wurde in der Nacht zum Sonntag lebensgefährlich verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, geschah der Unfall um kurz nach 23 Uhr zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West. Ein 25-jähriger Opel-Fahrer wollte auf die linke Spur wechseln, übersah dabei aber offenbar einen von hinten herannahenden BMW. Der 34 Jahre alte BMW-Fahrer schaffte es nicht mehr, nach rechts auszuweichen. Sein Wagen touchierte das Heck des Opels.

Das genügte: Beide Fahrzeuge schleuderten über die Autobahn. Der BMW traf den Audi mit voller Wucht.

Als der Rettungsdienst vor Ort eintraf, hatten andere Autofahrer bereits angehalten und den schwerstverletzten Audi-Fahrer aus dem Wrack gezogen. „Sie waren dabei, den Mann zu reanimieren“, schilderte Feuerwehr-Einsatzleiter Jannik Stiller t-online. Aber es nützte nichts: Der 40-Jährige starb noch am Unfallort.

Auch seine Beifahrerin erwischte es schwer. Sie war in dem massiv verformten Audi eingeklemmt. „Mit hydraulischem Rettungsgerät arbeiteten sich die Einsatzkräfte Stück für Stück durch das stark deformierte Metall, um das Fahrzeugdach zu entfernen und die eingeklemmte Person so schonend wie möglich zu befreien“, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Die lebensgefährlich verletzte Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der 34-jährige BMW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Der 25-jährige Opel-Fahrer blieb unverletzt. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Osnabrück voll gesperrt werden. Mit einer Aufhebung der Sperrung werde gegen 11.30 Uhr gerechnet, teilte die Polizei mit.

Am Sonntagvormittag war Feuerwehr-Einsatzleiter Stiller bereits wieder im Dienst. Er lobte die Ersthelfer, die ihr Möglichstes gegeben hätten. Gleichzeitig betonte er, wie belastend die Situation für alle war: „Das sind Bilder, die haften bleiben“, sagte er t-online. „Das hinterlässt auch bei den Einsatzkräften Spuren.“

Sowohl die Ersthelfer als auch die Einsatzkräfte wurden von einem Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) der Malteser betreut. „Die Möglichkeit, das Erlebte im Anschluss gemeinsam aufzuarbeiten, hilft“, erklärte Stiller.

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