Köln gegen Gladbach
Ausschreitungen beim Derby: Auch Kind verletzt
12.10.2026 – 17:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Böller fliegen durch das Kölner Stadion, Fans geraten aneinander. Sechs Menschen erleiden beim Derby Verletzungen. Die Polizei ermittelt in mehr als 20 Fällen.
Beim Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach sind sechs Menschen bei Ausschreitungen auf der Tribüne verletzt worden. Darunter sind ein Kind, eine Ordnerin und drei Polizisten. Wie die Polizei Köln mitteilte, ist die Schwere der Verletzungen noch unklar.
Die Gewalt brach nach dem 2:1-Führungstreffer für den 1. FC Köln durch Saïd El Mala in der 67. Minute aus. Im Oberrang des Kölner Stadions gerieten Anhänger beider Vereine am Gästeblock aneinander.
Nach Angaben der Polizei zerstörten Gladbacher Fans zuvor eine Plexiglasscheibe zwischen den Blöcken mit Nothämmern. Zudem zündeten Anhänger Böller und Leuchtraketen. Aus dem Gästeblock flog Pyrotechnik auf die Tribüne mit Kölner Fans. Erst nach mehreren Minuten griff die Polizei ein.
Polizei Köln ermittelt in mehr als 20 Fällen
Die Polizei ermittelt inzwischen in mehr als 20 Fällen. Dabei geht es überwiegend um Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und Körperverletzung. Die Beamten nahmen zudem einen Tatverdächtigen fest. Er soll einem Polizisten in den Rücken getreten haben.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder äußerte sich nach dem Spiel zu den Ausschreitungen. Als Familienvater wolle er keine Böller durch die Zuschauerränge fliegen sehen. Er befürchte, selbst getroffen werden zu können.
