Gemeinsam mit Mutterkonzern

BayWa Bau- und Gartenmärkte sind insolvent


22.06.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 2 Min.

BayWa-Filiale im bayerischen Poing: Steigende Kosten und zurückhaltende Verbraucher setzen der Baumarktbranche zu. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)

Die zur Hellweg-Gruppe gehörenden BayWa Bau- und Gartenmärkte stehen vor einem Sanierungsverfahren. Langfristig drohen Filialschließungen und Stellenabbau.

Die BayWa Bau- und Gartenmärkte sind insolvent. Die 46 Märkte gehören zur Hellweg-Gruppe, die Insolvenz in Eigenregie angemeldet hat. Die Geschäftsführung sucht gemeinsam mit einem juristischen Sachwalter und Sanierungsexperten innerhalb weniger Wochen eine wirtschaftlich tragfähige Lösung.

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Betroffen sind 4.300 Mitarbeitende, die im Falle weiterer Filialschließungen der Hellweg-Geschäfte vor der Arbeitslosigkeit stehen würden. 1.300 von ihnen arbeiten in den süddeutschen BayWa-Märkten in Bayern und Baden-Württemberg. Langfristig ist mit einer Verkleinerung des Geschäftsmodells zu rechnen.

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Grund für Insolvenz wohl mangelnde Nachfrage

In einer Pressemitteilung des Unternehmens zum Insolvenzverfahren heißt es, die Gründe für die drohende Zahlungsunfähigkeit seien die Herausforderungen des Marktes: „Wie zahlreiche Unternehmen der Branche sieht sich auch die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG mit den Auswirkungen einer zurückhaltenden Konsumnachfrage, weltweiten Krisenentwicklungen sowie Belastungen entlang der Lieferketten konfrontiert.“ Hinzu kämen steigende Miet- und Betriebskosten, so das Unternehmen.

Tatsächlich steht die Baumarkt- und Heimwerkerbranche ebenso wie der Gartenbedarfshandel derzeit vor großen Schwierigkeiten. Bauhaus schließt Standorte, um Kosten einzusparen, und Hagebau verliert zunehmend Franchisenehmer an die konkurrierende Obi-Gruppe.

Bereits Filialschließungen im Vorfeld

Die BayWa-Märkte wurden von der BayWa AG gegründet und mit einigen eigenständig bleibenden Ausnahmen 2012 an die Familienunternehmer der Hellweg-Gruppe verkauft. Da einige Standorte schon länger nicht profitabel sind, kam es bereits im Vorfeld der Insolvenz zu internen Umstrukturierungen und schließlich zur Schließung einiger Märkte, wie bereits im Februar 2026 in Aschaffenburg und Schwandorf.

Trotz der Insolvenzverwaltung sollen jedoch zunächst alle verbliebenen Märkte in Bayern geöffnet bleiben. Auch das Online-Angebot bleibt unverändert, so das Unternehmen.

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