2018 Eröffnung am Nobistor

Beliebte Kiez-Brauerei meldet Insolvenz an

08.05.2026 – 19:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Anstoßen mit Astra (Symbolfoto): Die Brauerei gehört zu Carlsberg. (Quelle: imago stock&people/imago)

Die 2018 eröffnete Kiez-Brauerei gilt als symbolische Astra-Rückkehr nach St. Pauli. Jetzt steckt sie in Schwierigkeiten.

Die Astra St. Pauli Brauerei auf Hamburgs Kiez hat Insolvenz angemeldet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Insolvenzgerichts hervor. Demnach wurde eine Eigenverwaltung angeordnet. Das Unternehmen kann damit versuchen, die wirtschaftliche Lage selbst zu stabilisieren.

Der Betrieb der Brauerei und des angeschlossenen Restaurants läuft zunächst weiter. Ein Sachwalter der Hamburger Kanzlei Münzel & Böhm wurde eingesetzt. Eine Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Auch Vertreter der Betreibergesellschaft äußerten sich bislang nicht zu den Hintergründen der Insolvenz.

Die Astra St. Pauli Brauerei war 2018 am Nobistor eröffnet worden. Sie gilt als symbolische Rückkehr der Biermarke Astra auf den Kiez. Jahrzehntelang war Astra zuvor in der früheren Bavaria-Brauerei auf St. Pauli gebraut worden. Heute gehören Astra und Holsten zum dänischen Brauerei-Konzern Carlsberg.

Carlsberg erklärte auf Anfrage, die Astra St. Pauli Brauerei sei ein eigenständiges Unternehmen und habe nie direkt zum Konzern gehört. Es habe jedoch eine enge Partnerschaft gegeben, unter anderem bei der Nutzung der Marke Astra. Ziel sei gewesen, die Marke auf St. Pauli erlebbar zu machen und neue Produktideen zu entwickeln.

Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannte Carlsberg die angespannte Lage der Brauwirtschaft in Deutschland. Dazu gehörten gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, Fachkräftemangel, verändertes Konsumverhalten und ein Rückgang der Gastronomiebesuche. Besonders kleine und mittelständische Brauereien stünden dadurch unter Druck.

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