Erste Nester 2025
Asiatische Hornisse: Umweltamt erwartet Ausbreitung in der Region
Aktualisiert am 18.05.2026 – 00:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Honigbienen und Imker fürchten die Asiatische Hornisse. Die wird sich aber wohl auch in der Region Hannover weiter ausbreiten.
Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2023 in Niedersachsen immer weiter aus – in der Region Hannover wurden im vergangenen Jahr erstmals Nester der invasiven Art gesichtet. Die Regionsverwaltung teilt mit, dass es sich dabei um ein Primärnest und zwei Sekundärnester handelte.
Ein Primärnester wird im Frühjahr von der Hornissenkönigin gebaut, es ist quasi das Gründungsnest des Staates. Dieses Nest ist klein und mitunter in Sträuchern oder in Schuppen anzutreffen. Wenn sich zum Sommer hin der Hornissenstaat vergrößert, zieht dieser in ein Sekundärnest um. Dieses befindet sich typischerweise weit oben in Baumwipfeln.
Asiatische Hornisse bald auch in Niedersachsen etabliert?
Die Untere Naturschutzbehörde geht davon aus, dass sich die Asiatische Hornisse 2026 in der Region noch weiter ausbreiten wird. Die Regionsverwaltung will eine flächendeckende Besiedlung aber so lange wie möglich herauszögern. Denn in Niedersachsen befindet sich die Hornisse im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands noch in der Ausbreitung. Das Bundesumweltministerium hat die Asiatische Hornisse im vergangenen Jahr als etabliert eingestuft – eine Ausbreitung sei nicht mehr aufhaltbar. Nester müssen somit generell nicht mehr entfernt werden.
Dennoch bittet die Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover darum, Primärnester per E-Mail an naturschutz@region-hannover.de zu melden. Die Naturschutzbehörde beauftrage dann die fachgerechte Entfernung der Nester, um ein Umsiedeln in das Sekundärnest zu verhindern.
Wie unterscheiden sich Heimische Hornissen von Asiatischen?
Für Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als eine Biene oder Wespe. Sie hat aber möglicherweise Auswirkungen auf das heimische Ökosystem und die Imkereilandschaft, da sie sich von tierischen Proteinen ernährt und etwa Spinnen oder Honigbienen jagt. Bisher sind die Folgen der Ansiedlung noch nicht bekannt.
Die Asiatische Hornisse wird bis zu drei Zentimeter groß und ist damit kleiner als einheimische Hornissen. Sie ist zudem deutlich dunkler gefärbt. In einem Nest der Asiatischen Hornisse leben übers Jahr etwa 2.000 bis 4.000 Tiere, in jenem der heimischen Art 1.500 bis 2.000.
