Von&nbspEuronews

Veröffentlicht am

Der italienische Astronaut Luca Parmitano wird Artemis III** steuern, wie die NASA am Dienstag bestätigte. Dies ist eine der wichtigsten Missionen zur Vorbereitung einer menschlichen Besatzung auf die Rückkehr zum Mond zum ersten Mal seit 1972.

Parmitanos Einbeziehung unterstreicht die zentrale Rolle Europas in der neuen Phase der Weltraumforschung.

Die Mission, die derzeit für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant ist, wird nicht direkt zum Mond fliegen. Stattdessen handelt es sich um einen experimentellen Flug in einer erdnahen Umlaufbahn, bei dem wichtige Verfahren und Technologien getestet werden sollen, insbesondere diejenigen im Zusammenhang mit dem Andocken zwischen der Orion-Kapsel der NASA und den Mondlandemodulen – sogenannten Pathfindern.

Bei einer Veranstaltung im Johnson Space Center in Houston nannte Parmitano Italien seine „Startrampe“ ins All und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) eine Brücke, bevor er die NASA „die Rakete, im übertragenen und wörtlichen Sinne“ nannte.

Luca Parmitano ist im Europäischen Astronautenkorps der ESA und war der erste Italiener und dritte Europäer, der während einer Expedition 2019/2020 die Internationale Raumstation befehligte.

Zur Besatzung der Artemis III gehören neben Parmitano auch die US-Astronauten Andre Douglas, Frank Rubio und Randy Bresnik, wobei Bob Hines als Ersatz fungiert.

Sie alle wurden ausgewählt, um an einer Reihe komplexer Betriebstests teilzunehmen, die für die zukünftigen Mondmissionen des Artemis-Programms von entscheidender Bedeutung sind.

Während der Mission wird die Space Launch System-Rakete die Astronauten in die Umlaufbahn befördern, wo Rendezvous- und Andockmanöver zwischen Orion und den Mondlandemodulen von Jeff Bezos‘ Blue Origin und Elon Musks SpaceX simuliert werden.

Diese Operationen gehören zu den heikelsten Phasen, die verhandelt werden müssen, wenn Menschen zum Mond zurückkehren sollen, da sie absolute Präzision bei der Verbindung von Raumfahrzeugen im Weltraum erfordern.

Das Artemis-Programm vereint zahlreiche internationale Raumfahrtagenturen. Die Europäische Weltraumorganisation liefert Schlüsselkomponenten für die Raumsonde Orion, während die italienische Weltraumorganisation Wohnmodule für den vielfältigen Einsatz auf der Mondoberfläche herstellt.

Das gemeinsame Ziel besteht darin, eine stabile Infrastruktur für die Erforschung jenseits der Erdumlaufbahn aufzubauen und so den Weg für immer längere und komplexere Missionen zu ebnen.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version