Argentinien-Banner empört England
„Das Getöse eines bankrotten und korrupten Staates“
16.07.2026 – 11:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Triumph im WM-Halbfinale präsentieren die argentinischen Fans ein umstrittenes Banner. In der Heimat stößt das auf großen Zuspruch, die Engländer hingegen reagieren empört.
In einem denkwürdigen Halbfinale hat sich Argentinien am Mittwochabend dank zweier später Treffer mit 2:1 gegen England durchgesetzt und damit das zweite WM-Endspiel in Folge erreicht. Nach dem Spiel stand aber nicht nur die sportliche Leistung im Fokus, sondern auch ein umstrittenes Banner, das die Südamerikaner beim Feiern auf dem Platz präsentierten.
„Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“) war in Versalien in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen – die Argentinier nahmen damit Bezug auf den Krieg um die Falklandinseln. Es ist ein politisches Statement, das Konsequenzen haben könnte, denn die Fifa verbietet solche Botschaften. Fans durften derartige Plakate beim Halbfinale nicht mit auf die Ränge bringen.
Umso erfreuter zeigte sich die argentinische Öffentlichkeit über das Zeichen ihrer Nationalmannschaft. Victoria Villarruel, Argentiniens Vizepräsidentin, schrieb bei X: „Die Malvinas gehören zu Argentinien! Man hat uns verboten, sie ins Stadion mitzunehmen, aber dabei vergessen, dass wir sie in unserem Blut und in unserem Herzen tragen.“
Im Video | Bellinghams brisante Geste beim Argentinien-Jubel
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Omar De Felippe, Kriegsveteran und Fußballtrainer, bedankte sich bei den Nationalspielern, „dass sie uns eine riesige Freude und eine unermessliche Beruhigung der Seele geschenkt haben. Der Sport verändert nie die Geschichte, aber manchmal hilft er, Emotionen zu heilen, die noch sehr lebendig sind“.
Auch Argentiniens Profis äußerten sich nach dem Schlusspfiff. „Und sie werden immer argentinisch sein“, antwortete Leandro Paredes auf eine Frage zum Plakat. Lisandro Martínez erklärte die Aktion: „Wir konnten unsere Leute nicht im Stich lassen.“
Engländer fordern Konsequenzen für das Banner
In England wiederum löste das Banner große Empörung aus. Peter Kyle, englischer Minister für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie, schimpfte laut „Independent“: „Natürlich ist das völlig unangemessen. Politik sollte aus dem Fußball herausgehalten werden. Das ist ein ganz klarer Grundsatz der Weltmeisterschaft. Wir erwarten, dass die Fifa diesbezüglich eine Untersuchung einleitet.“
