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Unterhaltung

ARD-Sender baut Stellen ab: WDR streicht 76 Angebote

wochentlich.deBy wochentlich.de26 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Weitreichender Umbau geplant

ARD-Sender baut Stellen ab und streicht 76 Angebote

25.09.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sabine Heinrich (l.) und Lisa Ortgies: Sie moderieren „Frau tv“. (Quelle: Annika Fußwinkel/WDR/dpa./dpa)

76 Angebote weniger, Einschnitte beim Personal und mehr Ressourcen fürs Digitale: Der WDR beabsichtigt, sich zu verändern. Die Gewerkschaft Verdi übt Kritik.

Der WDR stellt bis Ende des kommenden Jahres 76 seiner Angebote ein. Das kündigte der größte ARD-Sender in Köln an. Auch beim Personal plant der WDR Einschnitte: Jede dritte Stelle, die durch Verrentung frei wird, soll bis 2030 nicht neu besetzt werden.

Mit den weitreichenden Veränderungen will der WDR nach eigenen Angaben Ressourcen stärker ins Digitale verlagern. Druck gibt es für den Sender aus mehreren Richtungen. Intendantin Katrin Vernau verwies in einer Mitteilung auf die sich verändernde Mediennutzung, steigende Kosten und eine ungewisse Finanzierung. Derzeit seien noch gut drei Viertel der Ressourcen im klassischen linearen Programm gebunden.

WDR-Intendantin Katrin Vernau (Archivbild): Sie führt auch steigende Kosten als Grund für die Maßnahmen an.Vergrößern des Bildes
WDR-Intendantin Katrin Vernau: Sie führt auch steigende Kosten als Grund für die Maßnahmen an. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Entwicklung neuer Angebote

Bereits im Frühjahr hatte der WDR angekündigt, sein Portfolio von derzeit etwa 600 auf 300 Angebote im Jahr 2030 zu verkleinern. Zugleich sollen bis zu 100 neue Angebote entwickelt werden.

Im Zuge dessen werden nun zunächst 76 lineare und digitale Angebote bis Ende 2027 eingestellt. Dazu gehört etwa das Fernsehmagazin „Frau tv“. Auch die WDR-4-Sendung „Satire am Sonntag“ sowie digitale Angebote wie „studio M“, „Lisas Paarschitt“ und mehrere Angebote rund um „Doc Esser“ werden beendet. Andere Angebote werden ins Digitale verlagert. So entfällt etwa für „Erlebnis Erde“ die Ausstrahlung im WDR Fernsehen. Welche Angebote im nächsten Schritt eingestellt werden, soll im Frühjahr 2027 entschieden werden.

Umbau auch bei Produktion und Technik

Neben dem Programm sollen sich auch Produktion, Technik und Verwaltung verändern. Bis 2030 will der WDR rund 20 Prozent der Stellen aus klassischen Produktionsbereichen in technologieorientierte Aufgabenfelder verlagern. Bei Dokumentationen und Unterhaltung soll zudem stärker auf externe Produktionsfirmen und Dienstleister gesetzt werden.

Auch die Beauftragung freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll zurückgehen. In welchem Umfang blieb zunächst unklar.

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