Start der Impfsaison
„Lange Nacht des Impfens“: Heute gegen Grippe und Corona schützen
Aktualisiert am 08.10.2025 – 11:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die jährliche Impfung gegen Grippe und Corona sollten vor allem Risikogruppen nicht verpassen. Ein Extra-Angebot soll helfen.
Zahlreiche Arztpraxen und Apotheken in Deutschland laden am 8. Oktober zur „Langen Nacht des Impfens“ ein. Deutschlandweit nehmen mehr als 350 Einrichtungen teil. Das sollten Sie zu der Aktion wissen.
Die „Lange Nacht des Impfens“ ist eine Initiative des Bundesverbands der Versorgungsapotheker (BVVA) e. V. und besteht bereits seit 2023. Bis zu später Stunde ist es am 8. Oktober möglich, sich in Apotheken und Arztpraxen gegen Corona und Grippe impfen zu lassen. Teils haben die Einrichtungen bis 22 Uhr geöffnet. Ziel ist es, auf die anstehende Impfsaison aufmerksam zu machen und die Impfquoten in Deutschland zu erhöhen.
Insbesondere bei der Grippe sind die Quoten niedrig. Nach Daten des Robert Koch-Instituts waren in der Saison 2023/2024 nur etwa 38 Prozent der über 60-Jährigen gegen Influenza geimpft. Ziel der Weltgesundheitsbehörde (WHO) ist in dieser Altersgruppe eine Quote von 75 Prozent. Auch bei den Covid-19-Auffrischimpfungen bestehen Experten zufolge große Lücken.
Eine Übersicht zu den teilnehmenden Apotheken finden Sie auf der offiziellen Webseite der „Langen Nacht des Impfens“. Dort können Sie eine interaktive Karte aufrufen, die Ihnen Apotheken in Ihrer Nähe anzeigt.
Wer sich bei der „Langen Nacht des Impfens“ impfen lassen möchte, kann sich bei den teilnehmenden Praxen und Apotheken anmelden. Teilweise können sich Interessierte auch spontan ohne Termin impfen lassen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Impfausweis und Ihre Versichertenkarte mitbringen.
Vor der Impfung können Sie mögliche Fragen mit dem Personal vor Ort klären. Danach werden die Covid-19- und Grippeschutzimpfungen verabreicht und im Impfpass dokumentiert. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten.
Eine Impfung wirke wie ein Schutzschild, erklärte kürzlich Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. „Sie senkt das Risiko schwerer Verläufe deutlich und kann so im Ernstfall Leben retten.“
Zu den Grundleiden, die schwerere Krankheitsverläufe begünstigen, zählen laut Robert Koch-Institut (RKI) unter anderem chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Leber-, Nieren-, Herz-, Kreislauf- oder chronische neurologische Krankheiten sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.
Eine Grippeschutzimpfung wird auch Menschen empfohlen, die einem erhöhten beruflichen Risiko ausgesetzt sind, etwa medizinischem Personal sowie Pflegepersonen von Risikopatienten.
Das betrifft wie bei der Grippe-Impfung alle Personen ab 60 Jahren, Bewohner in Einrichtungen der Pflege, alle Personen ab dem Alter von sechs Jahren mit relevanten Grunderkrankungen (siehe oben), Personen jeden Alters mit einem erhöhten beruflichen Infektionsrisiko in der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie Familienangehörige und enge Kontaktpersonen von Personen, bei denen durch die Covid-19-Impfung vermutlich keine schützende Immunantwort erzielt werden kann.
