Übernahme in der Luftfahrt

Verkauf von Billigfluglinie besiegelt

06.08.2026 – 18:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Billigflieger Easyjet einigt sich überraschend mit Apollo auf eine Übernahme. (Archivbild) (Quelle: David Parry/PA Wire/dpa/dpa-bilder)

Die Übernahmeschlacht um Billigflieger Easyjet ist beendet. US-Investor Apollo übernimmt die Fluglinie. Doch braucht der neue Besitzer in Europa Partner.

Der britische Billigflieger Easyjet geht an den US-Finanzinvestor Apollo. Dieser sicherte sich nach einem längeren Bieterwettstreit die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioann für seine Offerte über 5,7 Milliarden Pfund (rund 6,7 Milliarden Euro). Eine entsprechende Kaufsumme hatte Apollo bereits vor vier Wochen angedeutet.

Danach blieb lange offen, ob der US-Finanzinvestor Castlelake als zweiter Bieter sein Angebot für Easyjet nochmal nachbessert. Doch der Investor zog am Donnerstag endgültig zurück.

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Der Bieterwettstreit zwischen Apollo und Castlelake hatte den Preis für die Fluglinie kräftig nach oben geschraubt.

Nummer zwei in Europa nach Ryanair

Easyjet, nach Ryanair die Nummer zwei in Europa unter den Billigfluglinien, ist begehrt wegen wertvoller Flughafen-Slots, der Stärke der Marke und der Wachstumsaussichten.

An der Börse ging es für die Easyjet-Aktie am Donnerstagnachmittag zunächst um bis zu zehn Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen über den Rückzug von Castlelake berichtet hatte. Als dann wenige Minuten später die Mitteilung über die Einigung mit Apollo über den Ticker lief, ging es mit dem Kurs kräftig nach oben.

Am späten Nachmittag gewann die Easyjet-Aktie vier Prozent auf 675 Pence. Damit liegt der Kurs knapp sechs Prozent unter der Apollo-Offerte. Der Kurs des Papiers hat sich im Zuge des Übernahmekampfs etwas mehr als verdoppelt, nachdem die Aktie Mitte Mai noch auf ein Mehrjahrestief gefallen war.

Ein US-Unternehmen darf laut Vorgaben eine europäische Fluglinie nicht allein besitzen. Britische und europäische Vorschriften verlangen, dass eine Fluggesellschaft mehrheitlich im Besitz europäischer Aktionäre bleibt und von diesen auch tatsächlich kontrolliert wird. Apollo hatte angegeben, es werde die notwendigen Schritte unternehmen. Erwartet wird, dass Apollo Start- und Landerechte abgibt, um den Kauf zu finanzieren. Auch deutsche Flughäfen könnten davon betroffen sein.

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