Beim Qualifying in Miami
Wie Senna und Schumacher: Antonelli schreibt Geschichte
03.05.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Kimi Antonelli reiht sich mit seiner dritten Pole-Position nacheinander in eine Liste ein, die bisher nur zwei Namen kennt. Nun muss der 19-Jährige beim Start ein altbekanntes Problem überwinden.
Mit Startplatz eins beim Grand Prix von Miami hat der 19-jährige Kimi Antonelli als erster Fahrer seit Michael Schumacher und Ayrton Senna seine ersten drei Pole-Positions an drei aufeinanderfolgenden Grand-Prix-Wochenenden geholt. Schumacher gelang dieses Kunststück 1994, Senna bereits 1985.
Für den WM-Spitzenreiter Antonelli ist nun ein guter Start ins Rennen die große Herausforderung. Es zieht sich durch die Karriere des Mercedes-Piloten, dass er auf den ersten Metern Positionen verliert. Im Sprint fiel der Italiener etwa rasch vom zweiten auf den fünften Platz zurück. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach anschließend allerdings von einem Fehler des Rennstalls, der die Kupplung richtig kalibrieren müsse.
„Hoffentlich klappt es auf magische Weise. Es wäre schön, wenn wir keine Positionen verlieren würden, aber wir werden unser Bestes geben“, sagte Antonelli. Mercedes erlebt jedoch kein einfaches Rennwochenende. Die Konkurrenz hat große Upgrade-Pakete in die USA mitgebracht. Antonellis Rennstall plant wiederum erst in drei Wochen in Kanada mit erheblichen Verbesserungen am Auto.
Zur Qualifying-Leistung seines Fahrers sagte Wolff nun: „Die erste Runde war wirklich etwas Besonderes. Er lag drei oder mehr Zehntel vor dem Nächstplatzierten.“ Als „spektakulär“ bezeichnete der Österreicher das. „Damit sicherte er sich die Pole“. Auf der nächsten schnellen Runde sei es dann „typisch Kimi“ gewesen – er habe zu viel gewollt und die Runde vermasselt.
Auf den zweiten Startplatz raste derweil Max Verstappen – sein bestes Qualifying-Ergebnis der Saison. Der Red-Bull-Pilot erklärte: „Sicherlich war das Auto in den vergangenen Rennen nicht besonders gut, aber auch ich habe mich mit der Abstimmung des Autos nie wohlgefühlt. In den letzten Wochen hat das Team alles gegeben, um Upgrades am Auto vorzunehmen und dafür zu sorgen, dass ich mich in vielen Bereichen besser fühle.“
All das zahle sich nun wirklich aus, so Verstappen: „Ich habe das Auto wieder besser im Griff und kann dadurch etwas mehr Gas geben. Die Upgrades funktionieren also.“ Er sehe nach eigener Aussage endlich „Licht am Ende des Tunnels“. Nach einem schwierigen Saisonstart jetzt erst richtig loszugehen.
