Tat am Düsseldorfer Rathausufer
Antisemitischer Angriff: Polizei fasst zwei Verdächtige
06.10.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann wird am Rathausufer antisemitisch beleidigt und attackiert. Nun hat die Polizei zwei Tatverdächtige identifiziert. Die jungen Männer kommen nicht aus Düsseldorf.
Nach einem mutmaßlich antisemitischen Angriff auf einen Mann in Düsseldorf hat die Polizei zwei Tatverdächtige identifiziert. Ein 21-Jähriger stellte sich selbst, ein 18-Jähriger wurde nach Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelt.
Die Tat ereignete sich am Dienstagabend, 22. September, am Rathausufer. Das Opfer trug nach bisherigen Ermittlungen einen schwarzen Pullover mit IDF-Emblem (Israel Defense Forces). Zwei Frauen hätten den Mann zunächst israelfeindlich beleidigt. Dann seien zwei Männer hinzugekommen und hätten ihn mit Schlägen und Tritten attackiert.
Drei Zeugen wollten schlichtend eingreifen. Dabei wurde nach bisherigen Ermittlungen einer von ihnen durch einen Schlag leicht verletzt. Die Täter konnten entkommen.
Fahndungserfolg nach Körperverletzung am Rathausufer
Die Polizei leitete eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos ein. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelten die Beamten einen 18-jährigen Deutsch-Marokkaner aus Duisburg. Der 18-Jährige ist bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Der zweite Tatverdächtige, ein 21-jähriger Duisburger mit deutsch-marokkanischer Staatsbürgerschaft, stellte sich am Nachmittag.
Düsseldorfs Polizeipräsidentin Miriam Brauns sagt: „Wir legen viel Wert auf den Schutz von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt. Dieser Ermittlungserfolg der ‚EK Rathaus‘ verdeutlicht, mit welchem Engagement die Kolleginnen und Kollegen sich dieser Aufgabe widmen.“
Die Ermittlungen des Staatsschutzes zur Tatmotivation dauern an. Hinweise werden nach wie vor erbeten und werden vom Staatsschutz beim Polizeipräsidium Düsseldorf unter der Rufnummer 0211/8700 entgegengenommen.
