Auch als Badeessenz, vielleicht in etwas Sahne oder Honig gelöst, ins Badewasser gegeben, ist Öl in Gebrauch. Ätherische Öle sollten im Bad immer mit einem Emulgator (z. B. Sahne, Milch, Honig, Salz) vermischt werden, da sie sonst oben schwimmen und Hautreizungen verursachen können. Und natürlich kommt es auch bei Massagen zum Einsatz, meist in Mischungen mit einem Trägeröl, etwa Mandel- oder Olivenöl, als Wohltat für die Haut.
Fürs sonstige Wohlbefinden haben ätherische Öle auch einen Platz in unserer Hausapotheke: gegen Kopfschmerzen, bei leichten Verbrennungen oder Insektenstichen.
Hier ein kurzer Therapie-Wegweiser:
So viel geballte Natur macht sich natürlich auch wunderbar in der Kosmetikwerbung. „Naturkosmetik“ ist ein Zauberwort und darf dann natürlich auch gern etwas mehr kosten. Rosenöl etwa ist ein idealer Inhaltsstoff für Gesichtscremes und Deodorants – und gleichzeitig auch einer der teuersten: Um nur wenige Milliliter davon zu gewinnen, braucht es, wenn es wirklich um Naturkosmetik geht, nämlich kiloweise Rosenblätter. Aber gerade jetzt, im Herbst und Winter, kann es unsere Haut gegen Kälte und Wind wappnen.
Mittlerweile gibt es auch die eine oder andere Internetplattform, auf der wir bei der Verwendung ätherischer Öle für unsere eigenhändig zu Hause hergestellte Kosmetik angeleitet werden. Nicht nur deshalb und in diesem Zusammenhang wird auch immer wieder auf einige Dinge hingewiesen, die wir besser beachten sollten, wenn wir uns ätherisch beölen: Bei diesen Substanzen handelt es sich nicht nur um simple Wohlfühl-Schnupperdüfte, sondern mit Wirkungen und Nebenwirkungen aufgeladene Naturstoffe.
Wir sollten sie daher sparsam und gezielt einsetzen und sie vorher ganz persönlich auf ihre Verträglichkeit testen. Viele Öle sind hoch konzentriert und könnten bei direkter Anwendung auf empfindlicher Haut allergische Reaktionen provozieren: Juckreiz, Schwellungen, Ausschlag oder sogar leichte Verbrennungen.
Bei Schwangeren, Stillenden und Kleinkindern sollte man besondere Sorgfalt walten lassen. Hier sind einige Öle äußerst kritisch zu betrachten und deshalb besser nicht angeraten, etwa Rosmarin, Wacholder oder Salbei. Auch Eukalyptus ist bei Kleinkindern nicht zu empfehlen. Hier können bereits geringe Konzentrationen, auch von Kampfer und Pfefferminz, zu Schleimhautreizungen, Atemproblemen und Kehlkopfverkrampfungen führen. Deshalb diese Stoffe immer – wie Medikamente – von Kindern fernhalten.
Einige Substanzen können – oral eingenommen – auch bei Erwachsenen zu Vergiftungen führen. Für Asthmatiker und Allergiker gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Hier sollte besser vorher medizinischer Rat eingeholt werden. Und manche hassen einfach Duft in der Luft. Die dürfen klar auch darauf verzichten.
Finden Sie heraus, was Ihnen runtergeht wie Öl, und kommen Sie gesund durch die Zeit!
